Aids-Prävention auf spielerische Art

Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool
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Bottrop..  Welche Übertragungswege von HIV gibt es? Wie schütze ich mich vor ungewollten Schwangerschaften? Diese und viele andere Fragen sind Gegenstand des „Mitmach-Parcours zu Aids, Liebe & Sexualität“ an der Janusz-Korczak-Gesamtschule (JKG). Bis einschließlich heute besitzen die Jugendlichen aus den Jahrgangsstufen 9 und 10 die Gelegenheit, sich diesen Themen auf spielerische Art und Weise zu nähern.

„Wir wollen ein weiterer Baustein auf dem Weg zur Prävention sein“, sagte Roland Titt, Projektleiter im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Unter anderem mit dem Bottroper Gesundheitsamt sowie der Aids-Hilfe organisierte Roland Titt in der Aula der JKG einen Parcours, der die Jugendlichen wieder mehr für das Thema Aids sensibilisieren soll. So gibt es das Glücksrad, mit dessen Hilfe die Teilnehmer Fragen und Aufgaben zum Schutz vor HIV lösen müssen. An der „Verhütungs-Station“ können sie ihre Kenntnisse in puncto Verhütung überprüfen. Hier gibt es Informationen etwa zur Pille oder dem Kondom.

Gespräch mit Eltern meist letzte Option

„Viele Kinder und Jugendliche sind sehr schlecht informiert, auch deswegen, weil sie von zu Hause aus nicht die nötigen Informationen bekommen“, sagte Manfred Semmerling-Sietz, Abteilungsleiter der 9. und 10. Klassen am JKG. Im Unterricht werde Sexualität in der 7. Klasse erstmals thematisiert. In der 9. und 10. Klasse sei das eher nicht der Fall. Erst in der Oberstufe stehe das Thema wieder auf dem Lehrplan. .„Darum sind Veranstaltungen wie diese auch so wichtig“, so Semmerling-Sietz.

Ohnehin nehme die Schule beim Thema Aufklärung eine tragende Rolle ein. „Uns ist es nämlich sehr wichtig, dass die Jugendlichen untereinander über diese Themen sprechen.“ Denn Schule und die Gespräche mit Gleichaltrigen kämen für die meisten von ihnen in der Rangliste auf jeden Fall vor dem Aufklärungsgespräch mit den eigenen Eltern.

Bei den Schülern selbst kam die Aktion gut an. „Es ist sehr sinnvoll. Viele Jugendliche sind gar nicht richtig aufgeklärt“, sagt zum Beispiel die 17-jährige Jacqueline. Der 15-jährige Murat geht sogar noch einen Schritt weiter: „Man sollte bestimmte Dinge einfach wissen. Und ich finde es nicht gut, wenn solche Aktionen von Mitschülern überhaupt nicht richtig ernst genommen werden.“

 
 

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