7500 Besucher feiern Punk-Ikonen beim Ruhrpott Rodeo bei Bottrop

Laut und schnell muss es zugehen auf der Bühne des „Ruhrpott Rodeo“ am Flugplatz, hier mit der Band „Strung Out“.
Laut und schnell muss es zugehen auf der Bühne des „Ruhrpott Rodeo“ am Flugplatz, hier mit der Band „Strung Out“.
Foto: Heiko Kempken
7500 Besucher feierten beim Ruhrpott Rodeo mit Black Flag, Ska P. und anderen Punk-Ikonen. Eine Serie von Taschendiebstählen drohte die Laune zu verhageln, aber das Sicherheitsteam stellte den Täter. Die Bilanz des Veranstalters ist überschwänglich: "Die zwei Tage waren fantastisch."

Bottrop/Hünxe.. „Wir haben im Regen aufgebaut. Beim Abbau stehen wir jetzt wieder im Regen. Aber die zwei Tage dazwischen waren fantastisch.“ Alexanders Schwers, Veranstalter des Punkfestivals „Ruhrpott Rodeo“ am Flugplatz Schwarze Heide, hat mit seinem Team nicht nur das bisher größte Open Air seiner Art gestemmt, sondern auch noch eine Serie von Taschendiebstählen geklärt. Was dem Publikum wichtig war: Kein Fan hatte Fans beklaut, sondern ein Profi-Dieb hatte sich eingeschlichen und wurde gestellt.

Für die verhinderten Headliner „Bad Brains“ hatte Schwers „Kein Hass da“ eingeladen, die Songs der „Bad Brains“ mit deutschen Texten covern. Zu den Klängen von „Generators“ und „Argy Bargy“ wurden nicht nur die Verkaufs- und Essenstände belagert sondern auch Bühne und die Attrappe eines Rodeo-Bullen belagert. Die Kalifornier von „Strung Out“ heizen dem Publikum mit schnellen Punk-Songs ein.

Die Engländer von „UK Subs“ entern im Anschluss die Bühne und sind das Highlight für viele Besucher der älteren Generation. Bereits 1976 gegründet, hat die Band jedoch nichts an Power und Energie eingebüßt. Die „Kassierer“ aus Wattenscheid schaffen es dann zur frühen Abendstunde das Festivalgelände zu füllen. Es wird wild getanzt und textsicher mitgesungen.

Die Kalifornier der wieder vereinten Band „Black Flag“ gelten als eine der einflussreichsten Bands des Hardcore-Punkrocks und sind durch ihr prägnantes Logo, welches aus vier Balken besteht, bekannt. Leider können diese nicht auf voller Länge überzeugen, viele Leute verlassen das Festvialgelände. Den Abschluss geben dann die Oberhausener von „Sondaschule“, mit ihrem Mix aus Punkrock und Ska mit humorvollen Texten und einer mitreißenden Bühnenpräsenz. Das dieses Jahr zum ersten Mal aufgebaute Partyzelt ist dann die Anlaufstelle für alle die, die noch nicht ins Zelt oder nach Hause wollen.

Schlange bei der Kaffeeausgabe

Der Sonntagmorgen beginnt mit Sonnenschein und während bereits um 13 Uhr schon wieder Musik von der Bühne zu vernehmen ist, beginnt für Einige erst der Morgen in der Schlange vor der Kaffeeausgabe. Elias aus Hamburg (21), gerade als Tischler auf der Walz mit seinen Kollegen, ist extra aus Hamburg angereist. Davon gibt es reichlich, Sonntag eher aus der Rubrik Ska. Das Wetter läuft zur Hochform auf, das Festivalgelände bleibt gut gefüllt, die Massen bewegen sich von der großen zur kleinen Bühne, wo im Wechsel „Knochenfarbik“, „Ska-P“ und „El Fisch“ spielen. Zum Finale spielten „The Adicts“ auf. Mit viel Konfetti und Schminke wurde Abschluss gefeiert.

 
 

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