18-jährige Bottroperin gewinnt Bundeswettbewerb Fremdsprachen in Berlin

Sprachtalent Lara Suraci hat sich eine neue Herausforderung gesucht und lernt nun Japanisch.
Sprachtalent Lara Suraci hat sich eine neue Herausforderung gesucht und lernt nun Japanisch.
Foto: WAZ FotoPool
Mit Englisch, Italienisch und Französisch gewann Lara Suraci den Bundeswettbewerb Fremdsprachen und bekam von der Studienstiftung des deutschen Volkes ein Stipendium verliehen. Nun lernt die 18-Jährige an der Uni Duisburg-Essen Japanisch. Am Wettbewerb hat sie sich nur wegen einer Wette beteiligt.

Bottrop. Vom Bundeswettbewerb Fremdsprachen hatte Lara Suraci noch nie gehört. Bis ein Freund, wohl wissend um ihr Faible für Sprachen, ihr eine Wette vorschlug: Wenn sie bei besagtem Wettbewerb eine Runde weiter käme, sollte er einen Kuchen bekommen – und sonst umgekehrt. „Mittlerweile“, sagt die 18-Jährige mit einem breiten Lächeln, „müsste er eine Torte bekommen.“

Denn die Bottroperin hat jüngst in der vierten und letzten Wettbewerbsrunde in Berlin so bravourös (und immer abwechselnd!) auf Englisch, Italienisch und Französisch zum Thema Migration parliert, dass sie nun zu den sieben Bundessiegern gehört.

Zweisprachig aufgewachsen

Angetreten, einen ersten Preis zu holen, waren zum Wettbewerbsstart vor einem Jahr immerhin mehr als 1000 Oberstufenschüler aus ganz Deutschland.

Entsprechend aufgeregt war Lara Suraci zum Finale gefahren. „Ich war ein bisschen eingeschüchtert, als ich in Berlin ankam: Meine Zimmernachbarin hatte sieben Jahre in Brüssel gelebt und ein Jahr in London absolviert.“ Sie dagegen hatte während ihrer Schulzeit am Heine-Gymnasium, an dem sie diesen Sommer ihr Abitur machte, kein Auslandsjahr eingelegt.

Auf der anderen Seite: „Mein Vater ist Italiener, ich bin halb zweisprachig aufgewachsen.“ Ein Grundgefühl für die romanische Sprache sei da gewesen, als sie in der Oberstufe den Italienisch-Kurs belegte. Englisch wiederum hatte sie (neben Mathe, ihrer zweiten großen Leidenschaft) zum Leistungskurs gewählt – „ich habe viel meiner Englischlehrerin Dagmar Meiseberg zu verdanken“.

Filme in der Originalsprache

In der Freizeit beschäftigt sich die 18-Jährige außerdem mit Büchern und Filmen in der Originalsprache – „so lernt man im Vorbeigehen“, meint Lara Suraci und ergänzt dann: „Ich denke schon, dass mir Sprachen lernen leichter fällt als vielen anderen Leuten.“

Deshalb hat sich das Talent nun auch eine neue Herausforderung gesucht: In Duisburg hat sie mit „Modernen Ostasien-Studien“ begonnen – und lernt dabei Japanisch! „Ich fand die Sprache schon immer schön und die Kultur faszinierend“, erzählt sie. BWL gehört auch zum Studium – und vielleicht kommt später auch noch ein wenig Koreanisch dazu.

Stipendium als Belohnung

Als Bundessiegerin erhält Lara Suraci ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. Zuwendungen, die es ihr u.a. ermöglichen, in ihrem Job als Nachhilfelehrerin etwas kürzer zu treten und sich ganz auf das anspruchsvolle Studium zu konzentrieren. Und auch für das geplante Studienjahr in Japan kommt finanzielle Unterstützung natürlich gelegen.

Ihr Fazit: Der Wettbewerb war ein tolles Erlebnis. „Man wächst mit den Aufgaben und lernt viel dazu.“ Sie möchte alle Sprachenfans ermutigen, dort anzutreten.

 
 

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