150 Pfadfinder feiern ihren Schutzpatron

Foto: WAZ FotoPool
aus Bottrop und Gladbeck kamen Pfadfinder zusammen, um den Tag ihre Schutzpatrons, St. Georg, zu feiern. Und wie es sich gehört, waren auch gute Taten Teil des Programms.

Die Luft ist verschmutzt, das Wetter spielt verrückt – das kann nur das Werk der bösen Klimahexe sein! „Helft mir doch, nur ein bisschen Müll wegschmeißen und Autofahren, das ist gar nicht schwer“, kreischte die furchteinflößende Kreatur mit der krummen Nase am Sonntag rund 150 Pfadfindern aus Bottrop und Gladbeck entgegen. Aber die mutigen Wölflinge, Jufis, Pfadis und Rover nahmen es am St. Georgstag, dem Tag ihres Schutzpatrons, nur allzu gern mit der Klimahexe auf – und starteten von St. Pius aus zahlreiche Aktionen und Spiele im Kampf gegen den Klimawandel.

Thema Klimaschutz

Thematisch war der diesjährige St. Georgstag somit eingebettet in das Motto der Jahresaktion der Pfadfinderschaft St. Georg, „Our World – Our Challenge!“. Dabei setzen sich die deutschen Pfadfinder ein ganzes Jahr lang mit wichtigen Fragen zum Klimaschutz auseinander – etwa im Rahmen von Aktionen wie am Sonntag in St. Pius.

Dort weckte der Auftritt der klimamordenden Hexe den Ehrgeiz der Pfadfinder rasend schnell. Auf die Frage „Können wir das schaffen?“ erhielten die Pfadfinder-Leiter eine schallend laute, einheitliche Antwort: „Jaaaa!“

Und so ging es vom Kirchplatz aus für fast 50 Wölflinge im Alter von sieben bis zehn Jahren in den Köllnischen Wald. Dort wartete ein spannendes Geländespiel, bei dem schon die Jüngsten einiges über Umweltverschmutzung, Waldsterben und auch Atomkraft lernen konnten. „Man sieht es ja täglich in den Nachrichten, was für schlimme Folgen die Erderwärmung haben kann. Dagegen müssen wir etwas tun“, stellte der zehnjährige Wölfling Leon fest, bevor es für ihn und seine Pfadfinderfreunde auf die spannende Jagd nach Klimapunkten in Form von Bällen ging.

Währenddessen machten sich rund 20 Rover in Gorilla-Kostümen auf zur Gemeinde St. Peter, um dort ihr „Gorilla-Gardening“ in Anlehnung an das „Guerilla-Gardening“ aus Großbritannien zu starten. Der Unterschied: Beim echten „Guerilla-Gardening“ werden Innenstädte aus Protest und heimlich mit Pflanzen verschönert. Beim „Gorilla-Gardening“ hingegen entstand auf einer Grünfläche vor St. Peter eine Pfadfinderlilie – in diesem Fall natürlich ganz legal.

Am Nachmittag trafen sich alle Pfadfinder zur Messe in St. Pius wieder. Unter dem Motto „Verantwortung für die Schöpfung zeigen“ gestalteten die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit Stadtjugendseelsorger Michael Rasche ihre eigene Messe als Abschluss für einen ereignisreichen Tag.

Klimahexe dankt ab

Und als die Klimahexe von den Aktionen hörte und die vielen erspielten Klimapunkte vor sich sah, konnte sie gar nicht anders als abzudanken.

 
 

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