112 000 Euro für den Hospizneubau

Die lang erwartete Eröffnung des ersten Bottroper Hospizes ist vorbei, die endgültige TÜV-Abnahme zum Abschluss der Bautätigkeit und Ausstattung steht heute ins Haus und das Mitarbeiter-Team bereitet sich auf die Ankunft der ersten Gäste am Montag vor.

Diese Tage zwischen Fertigstellung und Einzug der ersten Bewohner nehmen Hausleitung, Geschäftsführung und Förderverein noch einmal zum Anlass, sich bei allen Spendern und vor allem auch den rund 30 beteiligten Firmen, die zum allergrößten Teil in Bottrop ansässig sind, zu bedanken. Denn fast 112 000 Euro kamen allein bei den Baukosten von rund 660 000 Euro durch das Engagement der Unternehmer und zum Teil auch deren Mitarbeiter zusammen.

660 000 Euro Baukosten

Und die Zufriedenheit mit dem neuen Bottroper Haus für Menschen auf ihrem allerletzten Lebensabschnitt war nicht nur der Hausleitung, sondern auch den Firmenvertretern oder Inhabern anzumerken, als sie sich gestern im sonnendurchfluteten Wintergarten um Bauleiter Frank Reinke versammelten.

Preisnachlässe, Sonderrabatte oder Spenden überwiegend im vierstelligen teilweise im fünfstelligen Bereich oder die Mitarbeiter, die freiwillig Überstunden leisteten, wie bei der Konzept-Metall-Bedachungs GmbH von Markus Krämer, die die kompletten Dacharbeiten spendete, oder die Maler- und Außenputzfirma von Heinz Rütten, um nur zwei zu nennen, ermöglichten diese bürgerschaftliche Gesamtleistung in der Stadt.

Alle zeigten sich froh, dass das Haus nun so steht, wie es gebraucht wird. Denn dass es gebraucht wird, stehe zweifelsfrei fest, so Geschäftsführer Paul Mensing-Göke. „Montag kommen die ersten drei Gäste, zwei, die wir auf der Warteliste hatten, sind inzwischen verstorben“, so der Geschäftsführer. Das ist Alltag im Hospiz, auch wenn das Haus mit seinen schmucken Zimmern mit Gartenblick oder den gemütlichen Aufenthaltsbereichen nicht den Eindruck eines „Sterbehauses“ macht. Diesen Aspekt könne und wolle man nicht ausblenden, so Peter Stadtmann, Sprecher des Fördervereins. Dennoch solle das Hospiz immer auch ein Haus des Lebens, vielleicht sogar der Freude sein. Dinge, die sich nicht unbedingt ausschließen.

Ab Montag stehen neben den hauptamtlichen auch 24 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die künftigen Gäste bereit. Da greift bereits die Zusammenarbeit mit der ambulanten Hospizgruppe, die sich für die Weiterbildung dieser für die Hospiz-Arbeit ebenso wichtigen wie engagierten Bottroper stark macht.

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