1.Spatenstich fürs neue Martinszentrum

Das Martinszentrum soll sich mit seinen raumhohen Fenstern und den rotbraunen Klinkern harmonisch an die Martinskirche anpassen.
Das Martinszentrum soll sich mit seinen raumhohen Fenstern und den rotbraunen Klinkern harmonisch an die Martinskirche anpassen.
Foto: Evangelischer Kirchenkreis
Die Evangelische Kirche möchte ihr neue Gemeindezentrum Anfang 2014 eröffnen.

Bottrop.  Die Vorfreude auf das neue Zentrum der evangelischen Kirchengemeinde an der Martinskirche muss ziemlich groß sein - so fröhlich setzten Pfarrerin Anke-Maria Büker-Mamy und Pfarrer Ulrich Schulte jetzt den 1. Spatenstich an der großen Baugrube, in der die ersten Fundamente schon zu sehen sind.

Anfang 2014 möchte die Gemeinde das neue Martinszentrum eröffnen. Der Einweihungsfeier in gut einem Jahr kann sie recht gelassen entgegen sehen. Denn noch steht ihr das alte, 1907 erbaute, Gemeindehaus an der Osterfelder Straße 45 ja trotz des Verkaufs an das Diakonische Werk zur Verfügung. „Solange bis wir hier fertig sind“, sagte Pfarrer Ulrich Schulte, der Vorsitzende des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde.

Zu groß für die kleinere Gemeinde

Mehr als drei Millionen Euro wird die Gemeinde für das Martinszentrum ausgeben. Allein eine Million Euro hätte sie für die Sanierung ihres alten Gemeindehauses gebraucht. Hinzu gekommen wären Jahr für Jahr Bewirtschaftungskosten für den Altbau die weitaus höher lägen, als für das neue Zentrum. Das alte und für die kleiner werdende Gemeinde zu große Haus sei auf Dauer nicht mehr finanzierbar, zumal sich das Aufkommen aus Kirchensteuer in den letzten Jahren halbiert habe.

An den Kosten des neuen Gemeindezentrums beteiligen sich nicht nur der Kirchenkreis, sondern auch die Stadt. Denn darin hat bald ja auch ein Zwei-Gruppen-Kindergarten Platz.

Das ist im neuen Zentrum zu finden

Außerdem werden neben der Verwaltung und Geschäftsführung der Kirchengemeinde ab 2014 in dem neuen Martinszentrum zu finden sein:
- ein großes Foyer sowie Räumlichkeiten inklusive Küche und Sanitärräumen.
- ein eigener Bereich für Kinder, Jugendliche und Familien samt Werkraum.
- Beratungsstellen für die Schwangerschaftskonfliktberatung oder die Schuldnerberatung.
- der evangelische Betreuungsverein.
- ein geschütztes Spielgelände im Grünen.
- ein Seelsorgeraum.

Inmitten der Stadt

Neben den wirtschaftlichen Gesichtspunkten bei der Entscheidung für den Neubau spielte noch ein weiterer Aspekt eine wesentliche Rolle, nämlich „ein einladendes und modernes Gemeindezentrum an der Martinskirche zu errichten - als Zeichen der Präsenz der Evangelischen Kirche inmitten der Stadt“. Dieses Ziel unterstützt auch die Architektur, die das neue Martinszentrum hell und transparent wirken lässt. So soll etwa das große Fenster am Treppenhaus des Neubaus weit in den Stadtraum hinein wirken. „Das Martinszentrum soll ja ein Haus sein, das Menschen offen steht“, sagte Kirchenkreis-Sprecher Werner Bugzel.

 
 

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