Zwei weitere Unternehmen für Mark 51/7

Andreas Rorowski
Die Abrissarbeiten in Laer gehen voran. Der Logistiker DHL will im Juli 2017 dort mit dem Bau eines Megapaketzentrum beginnen. Zwei weitere Unternehmen wollen dem Vernehmen nach noch in diesem Jahr Verträge für eine Ansiedlung unterschreiben.
Die Abrissarbeiten in Laer gehen voran. Der Logistiker DHL will im Juli 2017 dort mit dem Bau eines Megapaketzentrum beginnen. Zwei weitere Unternehmen wollen dem Vernehmen nach noch in diesem Jahr Verträge für eine Ansiedlung unterschreiben.
Foto: www.blossey.eu
Der Beteiligungsfonds Ruhrgebiet wird seinen Sitz in Essen und nicht in Bochum haben. Vorgeschlagen hatte ihn Bochums Wirtschaftsförderer Ralf Meyer.

Bochum.  Mit seiner Idee, einen Beteiligungsfonds für das Ruhrgebiet aufzulegen, hat Ralf Meyer, Geschäftsführer der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bochum (WEG), offenbar offene Türen eingelaufen. NRW-Bank und Initiativ-Kreis Ruhr werden den „Gründerfonds Ruhr“ voraussichtlich nach der Sommerpause auflegen.

„Wir befinden uns gerade in der Strukturierungsphase“, sagt NRW-Bank-Sprecher Ingo Schneider. Mit einem Volumen von etwa 30 Millionen Euro sollen in der Rhein-Ruhr-Region Start-up-Unternehmen unterstützt werden. Schneider: „Geplant ist, nach der Sommerpause das Fundraising mit den interessierten Parteien zu starten und mit der Investitionstätigkeit möglichst noch in diesem Jahr zu beginnen.“

Der Wermutstropfen aus heimischer Sicht: Nach den Vorstellungen Meyers, dessen WEG eine Studie in Auftrag gegeben hatte, hätte der Fonds-Sitz in Bochum sein sollen. Eingerichtet wird er in Essen. Der WEG-Geschäftsführer hatte die Fonds-Idee vorangetrieben, weil er überzeugt ist, dass Wirtschaftsförderung nicht nur Gründer und Geldgeber zusammen bringen, sondern „selbst in der Lage sein sollte, den ersten Euro auf den Tisch zu legen“.

In Bochum schreitet derweil die Entwicklung auf zwei Industriebrachen voran. Die WEG hat das 20 000 qm große Gelände des Getriebeherstellers Jahnel Kestermann an der Hunscheidstraße in Wiemelhausen vom Mischkonzern Hyundai Heavy Industries gekauft – dort sollen Wohn- und Geschäftsgebäude entstehen. „Wir übernehmen es, um es zu entwickeln und zu vermarkten“, so WEG-Geschäftsführer Rolf Heyer. Ein Sanierungsplan liege bereits vor, die Kosten für die Sanierung werden von Jahnel Kestermann getragen. Noch 2016 werden zudem, so Ralf Meyer, Verträge mit zwei Unternehmen abgeschlossen, die sich auf dem Areal Mark 51/7 in Laer niederlassen wollen. Ankerkäufer dort ist der Logistiker DHL.