Zwei Tage für die Zukunft

Schausplatz des Zukunftsfestes: der sich derzeit so stetig wandelnde Schauspielhausvorplatz.
Schausplatz des Zukunftsfestes: der sich derzeit so stetig wandelnde Schauspielhausvorplatz.
Foto: Diana Küster
Beim Bochumer Zukunftsfest rund ums Schauspielhaus präsentieren sich viele Akteure aus dem Kulturleben. Viele Mitmach-Angebote für die ganze Familie

Bochum. Es gibt verschiedene Arten von Festen. Zur Begrüßung, zum Abschied, zum Jubiläum. Das Schauspielhaus, genauer das Detroit-Projekt, feiert nun ein besonderes Fest: das Bochumer Zukunftsfest. Ein Zwei-Tages-Festival, das am kommenden Wochenende rund um das Schauspielhaus steigen wird und eine große Zahl von Akteuren aus der gesamten Bochumer Kulturszene aktivieren soll. Gemeinsam mit ihnen soll ein breit aufgestelltes Fest zwischen Kunst-Event und Mitmach-Programm für die ganze Familie steigen.

Für das Kunst-Ereignis steht am Samstag (28.6., 15 bis 23 Uhr) Ari Benjamin Meyers. Der Künstler und Komponist hat eine Partitur von der Länge einer Fabrik-Arbeitsschicht erschaffen. Chöre und Orchester, Schülerinnen und Schüler der Musikschule, E-Gitarristen und Streicher, Bläsergruppen und Schlagwerker haben „Just in Time, Just in Sequence“ einstudiert und werden es in Foyers und auf der Bühne des Theaters aufführen. So soll „die ganze Stadt“ beteiligt sein, wenn sich das Theater in eine Fabrik verwandelt. Die quasi in „Schichtarbeit“ tätigen Musiker verdichten im Verlauf der Zeit immer mehr die Komplexität bis hin zum großen Finale gegen 23 Uhr.

Ein getaktes Musikprogramm

Am Sonntag (ab 11 Uhr) folgt dieser gigantischen Kunstaktion dann das „partizipative Moment“, früher „das Mitmachen“. Auf einer großen Bühne auf dem Schauspielhausvorplatz gibt es dicht getaktetes Musikprogramm, das von der Musikschule (über 600 Beteiligte über den Tag hinweg) bis zu den Bochumer Symphonikern (18 Uhr, Abschluss-Konzert, auch mit populären Mitsing-Melodien) reicht. Zu den vielen Programmpunkten rund um das Haus gehören zum Beispiel ein Mitbring-Picknick an einer langen Tafel und Kunstaktionen auf der Finanzamtswiese hinter den Kammerspielen, organisiert vom Kunstmuseum, dort auch ein Tanz-Flashmob mit 50 Jugendlichen von Pottporus (12.15 Uhr) und eine Street-Art-Akrobatik-Einführung von Urbanatix (12.30 bis 16.30 Uhr).

Interessant ist sicher für viele auch eine Kunst-Vernetzung durch die Künstlergruppe Flur 14 in Kooperation mit einem Herner Oldtimer-Verein. Mit insgesamt zehn Original-Oldtimern können sich Interessierte zu sechs Kunst-Orten in der Stadt chauffieren lassen (Abfahrt regelmäßig vom Tana-Schanzara-Platz).

Zum Zwecke eines reibungslosen Ablaufs wird die Fahrbahn der Königsallee verengt, um mehr Platz auf dem Gehweg zu haben. Auch die Oskar-Hoffmann-Straße wird bis zur Jakobstraße gesperrt. Die Bogestra ändert entsprechend ihre Routen. Und für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt.