Zukunftsfeld Gesundheitsberufe

Jürgen Boebers-Süßmann
Prof. Dr. Anne Friedrichs, Präsidentin der Hochschule für Gesundheit  in Bochum. Foto: Ingo Otto
Prof. Dr. Anne Friedrichs, Präsidentin der Hochschule für Gesundheit in Bochum. Foto: Ingo Otto
Foto: WAZ FotoPool

Bochum. Die Hochschule für Gesundheit HSG war zwei Tage lang Gastgeberin der Tagung „Zukunft der Hochschulbildung für Gesundheitsberufe“, zu dem der bundesweite „Kooperationsverbund Hochschulen für Gesundheit“ (Sitz Magdeburg) eingeladen hatten.

Hochschul-Experten, Politiker und Studierende diskutierten zwei Tage lang Perspektiven und Chancen der hochschulgebundenen Ausbildung auf dem Gesundheitssektor.

Beginn im Herbst

Im Kooperationsverbund sind aktuell 26 Hochschulen und Universitäten, die sich in durchaus unterschiedlicher Form um die akademische Ausbildung in den Gesundheitsberufen bemühen, organisiert. Jüngstes Mitglied ist die Bochumer HSG, die zurzeit in Gründung ist und im kommenden Wintersemester ihren Betrieb aufnehmen wird. Zukünftig werden die Bachelorstudiengänge Ergotherapie, Hebammenkunde, Logopädie, Pflege und Physiotherapie in Bochum ausgebildet.

Prof. Anne Friedrichs, die Präsidenten der HSG, war die Gastgeberin der Tagung, die nicht durch Zufall nach Bochum gekommen war. „Durch die vorgesehene Verknüpfung von akademischen und praktischen Anteilen in unseren Studiengängen, sind wir Vorreiter einer Entwicklung, die gerade intensiv diskutiert wird“, so Friedrichs.

Demografische Entwicklung

Der Vorsitzende des Kooperationsverbundes, Prof. Eberhard Göpel, nannte eine „grundlegende Orientierung und die Neujustierung der Gesundheitsberufe“ als große Themen der Bochumer Tagung. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung (absehbar ist, dass es z.B. immer mehr chronisch kranke, ältere Menschen geben wird) komme einer veränderten, sachgerechten Ausbildung in den Gesundheitsberufen eine bedeutende Rolle zu. Bei der Hochschulausbildung z.B. der zukünftigen Pfleger/innen oder Ergotherapeut/innen gehe es neben der Vermittlung von Inhalten immer auch um die Erarbeitung einer „kompetenzorientierten Didaktik“ sowie der „interdisziplinären und -professionellen Zusammenarbeit“ mit anderen Akteuren des Gesundheitssektors.

Verschiedene Arbeitsgruppen haben solche strukturelle Fragen einer zukünftigen Hochschulausbildung für Gesundheitsberufe in den letzten Tagen diskutiert. Die Ergebnisse sollen zusammengefasst und als Diskussionbasis für weitere Abstimmungsprozesse dienen.