Herne

„Wir haben immer viel geteilt“ - So will ein Gelsenkirchener (36) an Weihnachten Obdachlose glücklich machen

Alex Sharif öffnet an Heiligabend die Pizzeria seiner Eltern, um kostenlos Pizza an Hilfsbedürftige auszugeben.
Alex Sharif öffnet an Heiligabend die Pizzeria seiner Eltern, um kostenlos Pizza an Hilfsbedürftige auszugeben.
Foto: Imago/ Privat/ Fotomontage: DER WESTEN

Herne. „Ich bin der Älteste von fünf Geschwistern“, erzählt Alex Sharif. „Wir haben immer viel geteilt - das ist unsere Mentalität.“ Daher wird er an Heiligabend nicht etwa den Tannenbaum schmücken, sondern Pizza und Getränke an Obdach- und Mittellose ausschenken. Und das kostenlos.

Für vier Stunden möchte er zusammen mit zwei seiner Geschwister den Hunger der Hilfsbedürftigen stillen. Dafür eröffnet er extra die Pizzeria der Eltern. Normalerweise hat das Lokal an Heiligabend geschlossen.

Ganze 10 Kilo Teig, das reicht für knapp 120 Pizzen, will Alex durch den Ofen jagen.

Besuch bei Obdachlosenheimen

Über soziale Netzwerke rührt er schon seit Tagen die Werbetrommel für seine weihnachtliche Aktion. Ihm ist bewusst, dass die Mittelosen in der Gesellschaft nicht unbedingt Zugang zum Internet haben. Daher hofft er, dass sich die Nachricht per Mundpropaganda an die Adressierten heran getragen wird. Darüber hinaus möchte er einige Obdachlosenheimen in Herne einen Besuch abstatten, um die Bewohner selbst zu der kostenlosen Mahlzeit einzuladen.

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Doch wie möchte er die Hilfsbedürftige von Schnorren unterscheiden? „Unsere Stammkunden und die Kunden, die regelmäßig kommen, erkennen wir“, meint der Gelsenkirchener. Er weiß selbst noch nicht genau, was ihn am 24. Dezember erwartet: „Ich bin gespannt.“

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Damit bringt der 36-Jährige sich nicht zum erst Mal ehrenamtlich ein. Er nutzt seine Verbindungen in die Tuning-Szene, um für Schulen Geld zu sammeln. „Die Schulen schicken mir eine Liste mit Dingen, die benötigt werden“, erklärt Alex: „Davon kaufe ich beispielsweise Schuhe, damit die Kinder zum Sportunterricht gehen können.“

Abends feiert er dann selbst mit der gesamten Familie zusammen das Weihnachtsfest. Ist der Aufwand an Heiligabend nicht zu groß?

Darauf hat der Gelsenkirchener eine einfache Antwort: „Mir geht es gut. Ich kann mir den Standard leisten, andere können das nicht.“ Daher sei zu Helfen selbstverständlich.

 
 

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