„Wir bauen Brücken für die Studienanfänger“

1 Wie viele Studierenden, die aus Elternhäusern ohne akademische Bildung stammen, gibt es an der Hochschule?

Prof. Dr. Andrea Mohnert: Die Studierenden aus Elternhäusern ohne akademische Bildung sind bei uns in der Mehrheit. Sehr wahrscheinlich sind es deutlich mehr als 60 Prozent. Unsere Studienanfänger kommen nicht auf eingelaufenen Wegen zu uns. Die Brücken, die ihnen ins Studium gebaut werden, sollten entsprechend vielfältig sein.

2 Welche Programme nutzt die Hochschule, um sie zu fördern?

Wir haben Programme, die im Vorfeld des Studiums, im Übergang und in der Eingangsphase anfangen. Es geht nicht nur um den Abbau von objektiven Einstiegsbarrieren wie fachliche Defizite und Finanzierungsfragen, auch emotionale Hemmnisse – mögliche Kulturbrüche, Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit – müssen oft abgebaut werden. Traditionelle Vorkurse werden heute schon viel früher unterfüttert, wie sie zum Beispiel die zdi-Netzwerkpartner für den MINT-Bereich durchführen.

3 Muss die Unterstützung von Schülern ausgebaut werden?

Auf die individuelle Beratung und Begleitung von Jugendlichen zielen Programme wie die Studienpioniere und das Talentscouting ab. Davon versprechen sich Hochschulen und Politik in NRW viel. Damit wird die individuelle Begleitung von Oberstufenschülern ausgeweitet und kann gezielt Hindernisse durch familiäre Gegebenheiten und die soziale Herkunft ausgleichen.

 
 

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