Westtangente wird „nachgerüstet“

Auf der Kohlenstraße entsteht derzeit das neue Betriebsgebäude für den Autobahntunnel. Foto: Monika Kirsch
Auf der Kohlenstraße entsteht derzeit das neue Betriebsgebäude für den Autobahntunnel. Foto: Monika Kirsch
Foto: WAZ FotoPool

Bochum. Jetzt wird an einer weiteren Stelle für die Autobahn A 448 gebaut. Es geht um Nachrüstungen und Erneuerungen für rund 31 Millionen Euro.

Was früher Westtangente hieß, sich zum Donezk-, Oviedo-, respektive Nordhausenring mauserte, muss fit gemacht werden für die Ansprüche einer Bundesautobahn. Die Zukunft hat bereits begonnen. Doch bevor unterirdisch im Tunnel gewerkelt wird, muss zunächst über Tage an der Kohlenstraße etwas geschehen. Gebuddelt wird an der Baustelle für das Tunnelbetriebsgebäude bereits. WAZ-Leser Frank Liebster fielen die häufigen Sperrungen der beiden Röhren des gut 500 Meter langen Straßentunnels des Stadtrings auf. (Danke für die Zuschrift). Nach Recherchen ist klar. Diese Arbeiten stehen nicht im Zusammenhang mit den erst im Frühjahr 2012 beginnenden Arbeiten. Nach Auskunft des Tiefbauamtes, welches bis zur Eröffnung der künftigen Autobahn zuständig zeichnet, handelt es sich hierbei um bereits seit einigen Jahren regelmäßig stattfindende Wartungsarbeiten. Dazu gebe es übrigens jeden Dienstag Einschränkungen, wobei der erste Dienstag im Monat die aufwendigen Kontrollen der Betriebstechnik des Tunnels erfordere.

Straßen.NRW, die für das Land den Straßenbau betreiben, unterdessen bereiten zügig die wesentlich umfangreicheren Maßnahmen zur Umwandlung des bald ehemals städtischen Rings zur Autobahn vor. Projektleiterin Annegret Schaber: „Während der rund zwei Jahre dauernden Arbeiten soll in der Regel jede Fahrtrichtung mit jeweils einer Spur zu nutzen sein.“ Allerdings könnten kurzfristige Vollsperrungen nicht ausgeschlossen werden.

Stadt zahlt festen Anteil von 3,75 Mio Euro

Allein die Erneuerung der Tunneltechnik, wie Beleuchtung, Sicherheit, Lüftung und ein Durchbruch zwischen den beiden Röhren schlägt mit rund 9 Millionen Euro zu Buche. Nach Auskunft der Stadt Bochum hat der Bund insgesamt die Summe von rund 31 Millionen Euro für die Arbeiten genehmigt. Davon muss die Stadt, so Christoph Matten vom Tiefbauamt einmalig 3,75 Millionen Euro hinzuschießen. „Dies ist in etwa die Summe, die die Stadt ohnehin hätte aufbringen müssen, um die Straße nach den derzeitigen Regeln der Technik zu betreiben.“ Dabei handele es sich um eine einmalige, vertraglich festgelegte Zahlung. Selbst bei steigenden Kosten für das Gesamtprojekt verändere sich der städtische Anteil nicht.

Um das zu erwartende größere Lärmaufkommen der künftigen Autobahn zu mildern, werde auf der Straße ein spezieller lärmschluckender Asphalt aufgebracht. Zusätzlich sei zur Lärmreduzierung auf der Südseite des Nordhausenrings im Bereich zwischen Königsallee und Universitätsstraße eine etwa 3,50 m hohe Lärmschutzwand auf dem bereits bestehenden Lärmschutzwall vorgesehen.

 
 

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