„Welle“ feiert Jubiläum mit Aktionen

Die Schwimmbanane im Wellenfreibad: ein Magnet für die jungen Wasserratten. Fotos:Ingo Otto
Die Schwimmbanane im Wellenfreibad: ein Magnet für die jungen Wasserratten. Fotos:Ingo Otto
Foto: FUNKE Foto Services
Freibad in der Südfeldmark ist 40 Jahre alt geworden. Ehepaar Tybußek schon seit der Eröffnung Stammgast. Bisher wurden in 2016 nur 22 086 Besucher gezählt

Bochum. „Die Welle“ ist im Laufe der vergangenen vier Jahrzehnte so etwas wie ihr Urlaubs-Zuhause geworden. Das Ehepaar Helga (68) und Rolf (70) Tybußek aus Westenfeld erholt sich seit 40 Jahren im Wellenbad in der Südfeldmark. „Hier hat unser Sohn, heute 44, schwimmen gelernt“, so Mutter Helga. Gestern feierte die „Welle“ runden Geburtstag. Und das zur Freude der Badegäste: Feiertags-Preise für Eintritt und Verpflegung. „Obwohl man hier nicht meckern kann“, so Rolf Tybußek. „Auch die normalen Preise sind echt in Ordnung.“ Ehefrau Helga: „Früher sind wir immer mit ‘ner Clique aufgeschlagen – schon der Kinder wegen.“

Zur Feier des Tages kamen auch Verwaltung und Politik zu Besuch: Stadtdirektor Michael Townsend, Sport- und Bäderamtsleiter Klaus Retsch und Wattenscheids Bezirksbürgermeister Manfred Molszich schauten sich mit weiteren Politikern und Interessierten – geführt von „Welle“-Leiter Michael Rump – das Bad genau an. „Noch attraktiver als sonst“, so Bürgermeister Molszich. Zum Geburtstag gab’s Extra-Aktionen: sei es eine aufblasbare Kletterwand, Luft-Insel und Schwimmbanane im Becken, Tischtennis-Turnier, DJ-Musik oder der Luftballon-Wettbewerb der Bezirksvertretung.

Doch ob Jubel-Tag oder nicht – in der „Welle“ ist nicht alles Friede, Freude, Badewasser. Die Besucherzahlen in diesem Jahr sind weniger erfreulich: bisher (Stand 17. August) konnten 22 086 Gäste gezählt werden. Bis Ende August 2015 waren es 53 102. Bäderamtsleiter Retsch: „Es ist vor allem eine Wetterfrage. Die Leute brauchen erst ein, zwei warme Tage, um sich für einen Freibadbesuch zu entscheiden. Und es fehlen in diesem Jahr die heißen Tage im Juli.“

Eine Stadt ohne Bäder geht nicht

Nun, Bäder seien generell ein Zuschussgeschäft, so Retsch. Pro Jahr schieße die Stadt rund eine Millionen Euro pro Bad zu. Die Eintrittspreise decken maximal 30 Prozent der Ausgaben. Die Betriebskosten, inklusive Personal, seien hoch. In der Millionen stecken noch keine Investitionskosten. Stadtdirektor Townsend: „Doch gehören Bäder zur Infrastruktur einer Stadt. Eine Stadt ohne Bäder geht nicht.“

Die „Welle“ schließt, wie alle anderen Freibäder – mit Ausnahme des Südpark-Bades in Höntrop – am 31. August. Gleich, ob das Wetter weiterhin sommerlich ist oder nicht. Retsch: „Wir stellen für die Sommerzeit Saison- und Rettungskräfte ein. Deren Vertrag endet am 31. August.“

Die „Welle“ verfügt in der Bade-Saison über 13 Mitarbeiter. Fest angestellt über das ganze Jahr sind vier Kräfte. Lob gibt’s aber für das gesamte Personal von Helga und Rolf Tybußek: „Die Leute sind spitze – immer freundlich und immer hilfsbereit.“ Mehr auf der 5. Bochumer Lokalseite.

 
 

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