Weitere Spenden für ein Tana-Schanzara-Denkmal in Bochum

Der Tana-Schanzara-Platz an Oskar-Hoffmann-Straße gegenüber dem Schauspielhaus - hier soll ein Denkmal für die Schauspielerin entstehen.
Der Tana-Schanzara-Platz an Oskar-Hoffmann-Straße gegenüber dem Schauspielhaus - hier soll ein Denkmal für die Schauspielerin entstehen.
Foto: WAZ FotoPool
Es scheint Bewegung zu kommen in die Spendenbereitschaft der Bochumer/innen für ein Tana-Schanzara-Denkmal - zwei Großspenden sind eingegangen, jeweils von Bochumer Unternehmen.

Bochum. Die Firma Seco Kältetechnik spendete 5000 Euro, das Stahlunternehmen Finkenholl stellte einen Scheck über 1925 Euro aus – Firmeninhaber Christian Koch nahm Tanas Geburtsjahr als Basis für seine Summe. Mit den von vielen Klein- und Kleinstspendern überwiesenen Beträgen liegen jetzt rund 8000 Euro auf dem vom Schauspielhaus eingerichteten Spendenkonto.

Anfang April hatten die WAZ und das Schauspielhaus zu der Aktion aufgerufen, nachdem die nachlässige Gestaltung des Tana-Platzes durch die Stadt von der WAZ aufgegriffen worden war. Dem Aufruf, Ideen für ein Denkmal zu entwickeln, sind zahlreiche Künstler und Privatleute nachgekommen. Gut ein Dutzend Vorschläge liegen der Redaktion vor; sie sollen Anfang Juli von einer Jury gesichtet werden, die dann Ideen entwickelt, wie eine künstlerische Umsetzung aussehen könnten. Die Anregungen reichen von einer naturalistischen Tana-Büste über eine abstrakte Plexiglasstele mit dem Konterfei von Tana bis zu einem Stahl-Scherenschnitt mit Tanas Silhouette.

In die Sammel-Pflicht nehmen

Ein origineller Finanzierung-Vorschlag kommt von WAZ-Leser Rainer Fehmer. Er regt an, in Anlehnung an die Stadien-Neubauten in Mönchengladbach und Schalke einen Teil des Denkmals Sponsoren zu widmen. „Eine Möglichkeit wäre, Messingtafeln o.ä., auf denen Private, Firmen, Organisationen sich verewigen können, zu einem bestimmten Preis zu „verkaufen“, schreibt Fehmer. Noch stärker in die Sammel-Pflicht nehmen möchte WAZ-Leser Jürgen Weritz das Schauspielhaus.

Er schreibt: „Nicht nur aufgrund der Nähe von Tana zum Schauspielhaus, sondern auch aufgrund der Nähe vom Schauspielhaus zum Tana gewidmeten Platz müssten sich doch alle – Intendant, Regisseure, Schauspieler, Beleuchter, Nachtportiere – dafür einsetzen, dass auf der anderen Straßenseite endlich etwas passiert, was dem Andenken an diese Schauspielerin gerecht wird.“ Täglich werde das Theater von Menschen besucht, die sicher bereit wären, einen Obolus zu geben - wenn sie nur darauf aufmerksam gemacht würden, findet Weritz. Wo? „Im Schauspielhaus natürlich, wo denn sonst?“

Spendenboxen bei Baltz

Aufmerksam geworden ist auch Andor Baltz, Inhaber des Traditions-Modehauses. Er möchte die Spendenaktion in der Form unterstützen, dass an den Baltz-Kassen im Laufe dieser Woche Sammelboxen aufgestellt werden sollen. Dort können Baltz-Kunden kleinere (oder auch größere) Beträge in die Tana-Spardosen werfen. „Das Geld wird dann eingesammelt und auf das Spendenkonto überwiesen“, verspricht Andor Baltz. Die Mittel-Einwerbung geht also nach wie vor weiter – auf dem Tana-Platz weist eine vom Schauspielhaus aufgestellte Info-Tafel unübersehbar auf das Spendenkonto hin.

Die Frage, warum sich bis dato weder die Oberbürgermeisterin noch der Kulturdezernent, gerade angesichts der leeren Stadtkasse, zur „Lokomotive“ der Tana-Platz-Gestaltung gemacht haben – was ja auch einen gewissen Werbewert für Bochum bedeuten würde – bleibt dagegen nach wie vor unbeantwortet. Weitere Spenden werden erbeten unter der Konto-Nummer 34 16 401 bei der Sparkasse Bochum, BLZ 430 500 01 Stichwort: Tana.