WAZ-Leser helfen bei Neupflanzungen nach Pfingststurm „Ela“

In der Hermannstraße (hier ein Foto von den Sturmschäden) werden 16 neue Kirschen gepflanzt.
In der Hermannstraße (hier ein Foto von den Sturmschäden) werden 16 neue Kirschen gepflanzt.
Foto: Michael Korte
Die Stadt profitiert jetzt von der Aktion „WAZ pflanzt Bäume“. 18.000 Euro fließen als Spende von WAZ-Lesern nach Bochum. Die Stadt kauft davon 20 Bäume.

Bochum.. Fast neun Monate nach dem verheerenden Pfingststurm „Ela“ hat die Stadt jetzt mit den ersten Neupflanzungen begonnen - und dabei wird sie von WAZ-Lesern finanziell unterstützt. Im Wege der Spendenaktion „WAZ pflanzt Bäume“, an der auch der Naturschutzbund (NABU) beteiligt war, sind für Bochum 18.000 Euro zusammengekommen. Dafür vielen Dank!

Das Umwelt- und Grünflächenamt kann das Geld gut gebrauchen. Wie Amtsleiter Thorsten Lumma sagt, sollen mit den Spenden der WAZ-Leser 20 Ersatzbäume an folgenden Stellen gepflanzt werden:

- Im Bereich der Josephstraße und Hermannstraße in Bochum-Hamme werden 16 Vogelkirschen gepflanzt. „Weil sie schön blühen“, wie Lumma sagt. Vorher hatte der Sturm dort kanadische Pappeln umgeblasen.

- Auf der Mittelinsel der Berliner Straße in Höhe der Total-Tankstelle kommen drei Ahorn-Bäume in die Erde. Sie werden eine Lücke schließen, die der Sturm dort gerissen hat.

- Ebenfalls auf der Berliner Straße/Ecke Steeler Straße wird bald eine neue Linde stehen.

Alle 20 Bäume haben eine Höhe von sechs bis sieben Metern, einen Durchmesser von 25 bis 30 Zentimetern und sind bereits zehn bis 16 Jahre alt. Sie werden in Baumschulen gekauft, wo sie alle vier Jahre umgepflanzt worden sind. Der Kaufpreis je Exemplar liegt zwischen 300 und 600 Euro. Hinzu kommen aufwendige Kosten für den Lkw-Transport sowie die Pflanz- und Erdarbeiten.

Allein in der Sturmnacht kippten 485 Straßenbäume in Bochum um

Ob die 20 Bäume im Frühjahr oder erst im Herbst gepflanzt werden, ist noch unklar. Unabhängig davon will die Stadt in diesem Frühjahr aber aus eigenen Mitteln 250 neue Ersatzbäume aufstellen. Insgesamt sollen es in diesem Jahr 480 sein.

Das Ausmaß der Sturmschäden war damals so erschütternd, dass Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz von einer „Katastrophe“ sprach. Allein in der Sturmnacht vom 9. auf den 10. Juni fielen der wütenden Gewitterfront 485 Straßenbäume in Bochum und Wattenscheid zum Opfer. Weitere 2700 Straßenbäume waren so stark beschädigt, dass sie zur Sicherheit gefällt werden mussten. Damit hatten die Bürger rund zehn Prozent des gesamten Straßenbaumbestandes verloren.

Hinzu kommen die noch viel größeren, aber nicht genau bezifferten Schäden in den öffentlichen Parks, Grünanlagen und Wäldern. Insgesamt wird die Anzahl der Bäume auf öffentlichem Gebiet auf 200.000 geschätzt. Setzt man auch hier einen Verlust von zehn Prozent an, hätte der Sturm insgesamt 20.000 Bäume in der Stadt dahingerafft.

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