WAZ-Diskussion mit Bürgern und Experten über neues City-Center in Bochum

Das geplante neue City-Center in Bochum spaltet Experten und Bürger gleichermaßen. Reden Sie mit dem WAZ-Mobil am Montag, ab 11 Uhr auf dem Husemannplatz.
Das geplante neue City-Center in Bochum spaltet Experten und Bürger gleichermaßen. Reden Sie mit dem WAZ-Mobil am Montag, ab 11 Uhr auf dem Husemannplatz.
Foto: WAZ FotoPool
Das neue City-Center in Bochum spaltet die Experten und Bürger. Das zusätzliche Einkaufszentrum ist für die Innenstadt geplant. Am Montag, 14. März, steht das WAZ-Mobil ab 11 Uhr auf dem Husemannplatz und lädt zur gemeinsamen Diskussion ein.

Bochum.. Die Bochumer Innenstadt verträgt ein zusätzliches Einkaufs-Center. Mehr noch: Es gibt Angebots-Defizite, etwa bei Haushaltswaren, Textilien und Schuhen. So beurteilt das Einzelhandelsgutachten die Pläne der Hamburger ECE, an der Viktoriastraße einen neuen Einzelhandelsstandort zu entwickeln.

Zu groß für Bochum, schädlich für die Struktur der Kortumstraße, die durch das Zusatzangebot ausgeblutet würde – so beurteilen Skeptiker vor allem unter den Händlern in der City das Vorhaben.

Mit „Bochum 11“ greift die WAZ Bochum Themen auf, die die Stadt bewegen. Den Aufschlag macht das geplante Einkaufszentrum Viktoria­straße parallel zur 1A-Lage Kortumstraße. Am Montag, 14. März, steht das WAZ-Mobil dazu ab 11 Uhr auf dem Husemannplatz.

Experten reden mit Bürgern über das kontroverse Vorhaben. Teilnehmen werden Dr. Ernst Kratzsch, Stadtbaurat, Andor Baltz, Inhaber des traditionsreichen Bekleidungshauses und Sprecher der Interessengemeinschaft Boulevard, und Marion Runge, Bochumer Geschäftsführerin des Einzelhandelsverbandes Ruhr-Lippe. ECE ist unserer Einladung nicht gefolgt. Es sei mit der Stadt vereinbart, nicht an die Öffentlichkeit zu gehen, hieß es. Die WAZ-Redaktion wird vertreten sein durch Sabine Vogt und Thomas Schmitt.

Einzelhandel hat Positionspapier ausgearbeitet

Einzelhandel und IHK haben bereits ein Positionspapier ausgearbeitet. Tenor: Der Handel will Einfluss nehmen auf die künftige Weiterentwicklung der Einkaufsstadt Bochum. Darauf setzt auch die Stadt, die die Händler eng einbinden will.

Das Gericht wird den Standort bis 2014 räumen und an den Ostring ziehen. Danach soll’s losgehen mit dem Neubau zwischen Justiz und Telekom. Dieser Block ist die größte Fläche, die in den nächsten Jahren die Innenstadt als Geschäftszentrum entscheidend ändern wird. Die Stadt hat keine eigentums-, nur planungsrechtliche Mitsprache. Die aber erlaubt ihr Forderungen an die künftige Struktur des Projekts. Zentrale Bedingung: Es darf keine geschlossene Shopping-Mall entstehen, sondern eine aufgelockerte Geschäftszeile, durchbrochen von Höfen und Plätzen. Dies hat ECE bereits zugesichert.

Die Struktur des Entwurfs für die Bebauung soll aus einem städtebaulichen Ideenwettbewerb gewonnen werden. Grundlage dafür ist der aktuell laufende Moderationsprozess, an dem Grundstückseigentümer, Stadt, IHK, Einzelhandelsverband sowie das Büro Junker und Kruse, das das Einzelhandelsgutachten erstellt hat, beteiligt sind.

Baudezernent Kratzsch setzt darauf, dass das neue Einkaufs-Center auf die Fußgängerzone abstrahlt: „Auch dort sind Umstrukturierungen nötig angesichts neuer Konkurrenz.“

ECE, der europäische Marktführer auf dem Gebiet innerstädtischer Shopping-Center, besitzt bereits 20 000 Quadratmeter des künftigen Einzelhandelsstandorts und will ihn nur als Gesamtkomplex entwickeln. Das Gerichtsviertel (10 500 Quadratmeter) gehört noch dem Land. Hier soll Raum geschaffen werden für große Ladenlokale mit 800 bis 3000 Quadratmeter, die an der Kortum­straße keinen Platz fänden. Das wiederum soll die Chance eröffnen, dass sich auch große Häuser und angesagte Labels in Bochum ansiedeln.

 
 

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