Bochum

Warum heißt das Ruhrgebiet eigentlich Revier? Und warum Pott? Wissenschaftler der Uni Bochum geben Antwort

Darum wird das Ruhrgebiet Pott und Revier genannt. Im Bild: das alte Justizviertel und Bergbaumuseum mit Förderturm in Bochum.
Darum wird das Ruhrgebiet Pott und Revier genannt. Im Bild: das alte Justizviertel und Bergbaumuseum mit Förderturm in Bochum.
Foto: imago/Hans Blossey
  • Warum heißt das Ruhrgebiet eigentlich Revier? Und warum Pott?
  • DER WESTEN hat mit Sprachwissenschaftlern der Ruhr-Uni Bochum gesprochen
  • Die Ergebnisse: „Revier“ ist ein Ausdruck im Bereich des Bergbaus
  • „Pott“ geht wohl auf einen Kohlenpott zurück

Bochum. Hast du schon mal darüber nachgedacht, warum das Ruhrgebiet umgangssprachlich Revier genannt wird? Und warum es Pott genannt wird? Wir haben genau diese Frage für dich klären lassen - und haben mit Sprachwissenschaftlern der Ruhr-Universität Bochum darüber gesprochen.

Antworten auf diese Fragen haben uns Steffen Hessler und Professor Heinz Menge gegeben.

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Sie sagen: „Revier“ ist ein Fachausdruck im Bereich des Bergbaus. „Es gibt viele Kohlereviere und das Ruhrgebiet ist im Laufe der Zeit dann DAS Revier geworden“.

Es passiere häufig, sagen sie, dass das, was einem besonders nah steht, zum Beispiel die Heimat, nicht bloß mit besitzanzeigenden Wörtern bezeichnet wird. Zum Beispiel „mein/unser Revier“, sondern mit bestimmtem Artikel dann „das Revier“ wird.

„Pott“ kommt wohl von Kohlenpott

Das Wort „Pott“ geht wohl auf einen „Kohlenpott“ zurück, sagen die Wissenschaftler. „Pott“ bezeichnet dabei einen Topf oder anderes Gefäß. Wahrscheinlich wurde damit also ein Gefäß zum Transport oder zur Aufbewahrung von Kohlen bezeichnet. „Dass sich dieser Ausdruck so durchgesetzt hat, hat wohl auch mit der tiefen Verwurzelung des Ruhrgebiets mit dem Bergbau zu tun.“

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Es sei die Übertragung einer Bezeichnung einer wichtigen Begebenheit oder eines wichtigen Gegenstands auf einen Ort, an dem dieser Gegenstand als typisch oder auch wichtig angesehen wurde.

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