Herne

Vom Suizidversuch zum Doppelmörder - Die Chronik der drei Horror-Tage von Herne

Foto: Polizei/KDF-TV Stephan Witte

Herne. 72 Stunden lang hielt Marcel H. das ganze Ruhrgebiet in Angst und Schrecken. 72 Stunden, in denen der 19-Jährige zu einem Doppelmörder wurde. Bei seinem Verhör schilderte er der Polizei eiskalt und detailliert, wie er die Tage bis zu seiner Festnahme verbrachte.

Diese Schilderung basiert auf seinen Aussagen bei der Vernehmung - ob sie wahr sind, können erst die weiteren Ermittlungen zeigen.

Ein Leben in Frust

Marcel H. lebt ohne viele Freunde mit seinen Eltern in Herne. Er geht seit einem Jahr nicht mehr zu Berufsschule. Er ist frustriert. Der Grund: gescheiterte Bewerbungen, unter anderem als Zeitsoldat bei der Bundeswehr. Der 19-Jährige soll bald mit seinen Eltern in eine Nachbarstadt von Herne umzuziehen.

Er befürchtet, den Zugang zum Internet zu verlieren. Die „Unmöglichkeit, keine Computerspiele im Internet mehr spielen zu können", habe ihn zu Suizidgedanken getrieben, sagt Klaus-Peter Lipphaus, Leiter der zuständigen Mordkommission.

Montagabend: Marcel H. beschließt sich umzubringen. Zunächst soll ein Gürtel sein Leben beenden. Doch das Strangulieren schlägt fehl. Dann schnappt er sich einen Campinggrill. Zündet ihn in der Wohnung an. Durch den Rauch will er sterben. Wieder gelingt es nicht.

Da, sagt Marcel H., beschließt er noch am selben Abend einen Mord zu begehen.

Sein Opfer: Nachbarsjunge Jaden (9) - Hier geht es weiter

(ds/fr)

 
 

EURE FAVORITEN