Bochum

Video: Feuerwehr Bochum probt den Ernstfall - so wenig Zeit hast du, wenn du ins Eis eingebrochen bist und dich retten willst

Bochumer Feuerwehr übt Eisrettung

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Bochum. Gerade auf Kinder aber auch auf Erwachsene wirken zugefrorene Seen und Flüsse besonders anziehend. Immer wieder kommt es deshalb zu extrem gefährlichen Unfällen, weil das Risiko der oft noch nicht vollständig geschlossenen Eisdecke falsch eingeschätzt wird.

Deshalb hat die Feuerwehr Bochum den Ernstfall der Eisrettung am Montag in verschiedenen Varianten geübt. In der Übung betrat der junge Feuerwehrmann Constantin Salm-Horstmar den teilweise zugefrorenen Teich an der Straße 'Zur Werner Heide', um dort ins Eis einzubrechen und dann von seinen Kollegen gerettet zu werden.

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Weil die Übung möglichst unter realen Bedingungen stattfinden sollte, wurde dafür eine Art Seilbahn über den Teich gespannt. Salm-Horstmar, der einen Schutzanzug angelegt hatte, wurde dann von einem heranrobbenden Kollegen an Land gezogen.

In der Übung wurden aber auch andere Rettungssituationen geübt, beispielsweise mit einem Boot und einem sogenannten Spineboard. Das ist eine besonders leichte Trage, auf der Patienten fixiert und dann abtransportiert werden können.

Schwimmversagen und Unterkühlung

Das große Problem am Einbrechen im Eis erklärt Oberbrandmeister Armin Huppertz so: „Das kalte Wasser löst einen Kältereflex aus“, sagt er. Dadurch gebe es relativ schnell ein Schwimmversagen und die Unterkühlung komme hinzu.

„Man sagt, die Wirkzeit, die man zum Selbstretten hat, entspricht in etwa der Wassertemperatur. Heißt also, bei zwei, drei Grad Wassertemperatur hat man ein bis zwei Minuten, um sich selbst zu retten. Danach funktioniert das nicht mehr.“

Im Zweifelsfall gar nicht erst aufs Eis

Constantin Salm-Horstmar hat den Einsatz gut überstanden, das Gefühl im kalten Wasser beschreibt er wie ein Messerstechen auf der Haut. Ergänzend sagt Oberbrandmeister Huppertz, dass es die meisten im Eis verunglückten Menschen nicht schaffen, sich selbst zu befreien. Im Zweifelsfall also am besten gar nicht erst aufs Eis gehen.

 
 

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