Bochum

Vergewaltigung auf Bochumer Friedhof: Opfer ging nach der Tat mit Täter zur Tankstelle

Auf dem Blumenfriedhof wurde eine Frau brutal vergewaltigt.
Auf dem Blumenfriedhof wurde eine Frau brutal vergewaltigt.
Foto: Jürgen Theobald/Funke Foto Services

Bochum. Noch immer kommen neue, erschreckende Details über die Vergewaltigung Mitte Februar auf dem Bochumer Blumenfriedhof ans Licht.

So bestätigt Oberstaatsanwalt Paul Jansen, dass das Opfer, eine 33-jährige Frau nach der Tat noch mit ihrem Peiniger zur nahe gelegenen Aral-Tankstelle an der Castroper Straße gegangen sei.

Wollte beschwichtigen

Die junge Frau war verletzt, teilweise entkleidet. „Sie hatte große Angst, wollte ihn aber beschwichtigen, damit nicht noch Schlimmeres passiert. Außerdem wollte sie unter Menschen kommen“, so berichtet Oberstaatsanwalt Paul Jansen gegenüber DER WESTEN.

An der Tankstelle hätten sich dann die Wege von Opfer und Täter getrennt. Der Vergewaltiger hätte sich ein zuvor gerufenes Taxi genommen und sei damit weggefahren. Das Opfer sei in den Tankstellenshop gegangen, habe dort den Mitarbeiter um ein Handy gebeten und ihren Bruder angerufen.

------------------------------------

• Mehr Themen:

Nach schrecklicher Vergewaltigung in Bochum: Deshalb ist die Polizei so vorsichtig bei der Berichterstattung über Sexualdelikte

Nach Vergewaltigung auf Bochumer Friedhof: So half ein Taxifahrer bei der Festnahme des Verdächtigen

• Top-News des Tages:

Vergewaltigung in Bochum: Polizei gibt neue erschreckende Details zur Sex-Tat auf Friedhof bekannt

Bochum-Fans begeistert: Dieses Detail im neuen Ford-Spot lässt das Pottherz höher schlagen

-------------------------------------

Über den Ruf bei der Taxizentrale sei der Fahrer geortet worden. Durch ihn und die Videoaufnahmen der Tankstelle konnte der Vergewaltiger identifiziert werden.

Er sitzt derzeit in Haft. Zu der Tat hat er sich derzeit noch nicht geäußert, so Jansen. Die Anklage wegen Vergewaltigung soll zeitnah erhoben werden, so der Oberstaatsanwalt.

Die junge Frau habe neben den erheblichen zu erwartenden psychischen Schäden auch körperliche Schäden davongetragen.

Wie kam es zur Vergewaltigung?

Die beiden hatten sich auf dem Heimweg von einer Partynacht kennengelernt. Der Mann (30) hatte sein späteres Opfer angesprochen. Man habe ausgemacht einen Teil des Weges zusammenzugehen. Auf dem Blumenfriedhof, der als Abkürzung dienen sollte, stieß er die Frau zu Boden. Der Sturz auf den Hinterkopf muss so heftig gewesen sein, dass sie bewusstlos wurde. Dann zog er sie teilweise aus und vergewaltigte sie.

Fall hat hohe Wellen geschlagen

Der Fall hatte auch hohe Wellen geschlagen, da er zunächst weder von Staatsanwaltschaft noch der Bochumer Polizei publik gemacht wurde.

Der Mann ist ein rückfälliger Sexualstraftäter aus dem KURS-Programm (Konzeption zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern des Landes Nordrhein-Westfalen). Aus Gründen des Opferschutzes, und auch weil der Täter sehr rasch bekannt war, hatte man sich gegen eine Veröffentlichung in der Presse entschieden.

In vergleichbaren Fällen will man in Zukunft anders bewerten, so die Polizei in einer Stellungnahme vor wenigen Tagen.

 
 

EURE FAVORITEN