USB sieht sich auf gutem Weg

Am 29.04.2011 in Bochum leeren Thomas Günther (Sonnenbrille) und Marcus Lindemann (Kappe) die gelbe USB Wertstofftonne. Foto: Claudia Schütte
Am 29.04.2011 in Bochum leeren Thomas Günther (Sonnenbrille) und Marcus Lindemann (Kappe) die gelbe USB Wertstofftonne. Foto: Claudia Schütte
Foto: WAZ FotoPool
Der Umweltservice Bochum (USB) präsentierte seine Jahresbilanz.

Bochum.. Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um das neue Abfallwirtschaftsgesetz geriet die Präsentation der Bilanz des Umweltservice Bochum (USB) beinahe zur Nebensache. So verteilte Aufsichtsratsvorsitzende Martina Schmück-Glock ein Schreiben der Oberbürgermeisterin zur Wertstofftonne.

Wie berichtet, hatte die Stadt vor dem OLG Düsseldorf eine Schlappe hinnehmen müssen. Mit der Konsequenz, dass nun eine Ausschreibung der Sammlung in zwei Losen stattzufinden hat. Dabei geht es um die reine Erfassung und die „Sortierung und Verwertung“. USB-Geschäftsführerin Kerstin Abraham stellte bei der Bilanzpressekonferenz ganz klar, dass sich für den Bürger nichts ändere, die Wertstofftonnen also weiter blieben.

Winterdienst soll weiter verbessert werden

Was den Jahresabschluss des USB mit einem Bilanzsumme von 76,1 Mio Euro (Vorj. 74,2 Mio) und einer Gewinnabführung an die Stadtwerke von 864.000 Euro angeht, zeigte sich Geschäftsführer Werner Meys zufrieden. Er verband damit auch den Auftrag, bei stabilen Gebühren weiterhin eine nachhaltige Abfallwirtschaft zu betreiben. Auch die Umsatzerlöse stiegen geringfügig auf 72,9 Mio Euro an. Hauptsächlich für diese Verbesserung verantwortlich sind die gestiegenen Wertstoffpreise, insbesondere für Papier und Schrott.

Der seit den strengen Wintern der beiden vergangenen Jahren in den Blickpunkt geratene Winterdienst soll weiter verbessert werden. Als ein wichtiger Faktor gibt der USB die Einrichtung eines Notsalzlagers an. Dort haben sich die Städte Bochum, Herne und Recklinghausen zusammen getan und eine Reserve von 3000 Tonnen angelegt.

Modernisierung der Fahrzeugflotte

In diesem Zusammenhang hob Mey hervor: „Natürlich können wir auch künftig nicht garantieren, dass alle städtische Straßen nach nächtlichem Schneefall am nächsten Morgen wieder grau sind.“ Die Geschäftsführer betonten gemeinsam, dass Bochum weiterhin keine eigene Gebühr für den Winterdienst erhebe.

Bei den Investitionen nahm der USB im letzten Geschäftsjahr 10 Mio Euro in die Hand, im kommenden Jahr sind etwa 7 Mio geplant, wovon ein großer Teil in die Modernisierung der Fahrzeugflotte geht.

 
 

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