Unterkünfte für 1450 Flüchtlinge beschlossen

Die 25-köpfige sogenannte „Taskforce Flüchtlinge“ der Stadtverwaltung unter Leitung von Stadtdirektor Michael Townsend hat auf einer Sondersitzung am Montag die Standorte für sieben große Flüchtlingsunterkünfte mit insgesamt Platz für 1450 Menschen beschlossen. „Wir haben einfach keine Zeit mehr, wir müssen jetzt handeln“, so Townsend zur WAZ. Die Politik soll zeitnah informiert werden, die Umsetzung der Entscheidung von Montag hat bereits begonnen.

Konkret handelt es sich um vier Standorte für Containerdörfer und drei für sogenannte Leichtbauhallen. Einige Standorte waren bereits öffentlich bekannt und sind diskutiert worden, andere sind dagegen neu. Eine weitere Beschlussfassung durch den Rat sei laut Townsend nicht mehr nötig.

Mobile Wohnanlagen (Container) werden demnach für jeweils 110 Personen auf folgenden Standorten im Stadtgebiet errichtet:
– Herzogstraße 33-75
– Röhlinghauser Straße (gegenüber der Haus-Nr. 35)
– Lewackerstraße 181/183
– Wuppertaler Straße, gegenüber Kolkmannskamp 12

Leichtbauhallen entstehen auf folgenden Flächen:
– Wattenscheider Hellweg/ Auf dem Esch 1, 340 Plätze
– Kollegstraße 10 unmittelbar neben dem ehemaligen Priesterseminar, das bereits als Flüchtlingseinrichtung genutzt wird, 340 Plätze,
– und der bereits bekannte Standort auf dem ehemaligen Opel-Parkplatz an der Alten Wittener Straße mit 440 Plätzen.

Der Sportplatz auf dem Hausacker, wo ursprünglich ebenfalls Container aufgestellt werden sollten, wird zurückgestellt, nachdem örtliche Vereine große Bedenken angemeldet hatten. Michael Townsend betont jedoch, dass aufgrund der großen Notsituation individuelle Bedenken in den Hintergrund treten. Er hofft jedoch, dass mit den jetzt beschlossenen und den auch bereits angelaufenen Maßnahmen die jetzt als Notquartiere genutzten Turnhallen zügig wieder freigezogen werden können.

 
 

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