Unterbringung in Ferienwohnungen ist Bochum zu teuer

Andreas Rorowski
In Containern wie diesen an der Wohlfahrtstraße werden im nächsten Jahr womöglich weitere Flüchtlinge untergebracht. Die Stadt erwägt, noch weitere Container anzuschaffen.
In Containern wie diesen an der Wohlfahrtstraße werden im nächsten Jahr womöglich weitere Flüchtlinge untergebracht. Die Stadt erwägt, noch weitere Container anzuschaffen.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Die Stadt mietet zwei Häuser am Harpener Hellweg für die Unterbringung von 160 Flüchtlingen an. Im Dezember gibt es dazu eine Info-Veranstaltung.

Bochum. Um genügend Wohnraum für die weiter steigende Zahl von Flüchtlingen zu haben, wird die Stadt für die nächsten drei Jahre zwei Gebäude für insgesamt 160 Personen am Harpener Hellweg 31 und 41 mieten. Sozialdezernentin Britta Anger kündigte an, dass es im Dezember eine Informationsveranstaltung der Stadt dazu geben wird.

Derzeit noch umgebaut wird außerdem ein Haus an der Günnigfelder Straße für 80 Personen. Bis Ende 2015 erwartet die Verwaltung zusätzlich zu den bislang 940 Flüchtlingen weitere 100 bis 120. Allein von September bis November wurden 337 Personen aufgenommen.

Etwa 128.000 Euro monatlich kostet die Unterbringung in Flüchtlingsheimen, Containern, angemieteten Wohnungen, Ferienwohnungen und Hotels bislang. Umgerechnet verursachen die Ferienwohnungen die höchsten Mietkosten, sie belaufen sich auf 457 Euro pro Person, in Hotels sind es 380 Euro.

Kosten müssen abgebaut werden

Vor allem diese Kosten „müssen dringend abgebaut werden“, so die Verwaltung. Allerdings können auch aus rechtlichen Gründen nicht alle Flüchtlinge in angemieteten, deutlich günstigeren Wohnungen untergebracht werden.

126 Flüchtlinge leben in Ferienwohnungen, 21 in Hotels. 521 in Übergangsheimen. Die Kosten dort betragen monatlich 99 Euro pro Person, in Wohnungen zwischen 30 und 95 Euro. Die meisten Flüchtlinge wohnen im Stadtbezirk Süd (336). Dahinter folgen Ost (263), Wattenscheid (205), Mitte (118) und Nord (33). Im Südwesten wurde das vorübergehende Aufnahmelager des Landes NRW eingerichtet.