Univercity Bochum stellt sich breiter auf – weltweit

Die Vernetzung der Stadt mit den Hochschuleinrichtungen ist die Aufgabe von  Lars Tata. Er freut sich über die Beteiligung am „Nucleus-Projekt“.
Die Vernetzung der Stadt mit den Hochschuleinrichtungen ist die Aufgabe von Lars Tata. Er freut sich über die Beteiligung am „Nucleus-Projekt“.
Foto: WAZ FotoPool
Stadt und Ruhr-Uni als Partner des Verbundes beteiligen sich am internationalen Horizont 2020-Projekt „Nucleus“ im Bereich Wissenschaftskommunikation.

Bochum.. In der Stadt ist Unicercity so langsam aber sich ein Begriff, mit dem die Menschen etwas anfangen können. Der Verbund aus verschiedenen Partnern stellt sich nun noch etwas breiter auf – weltweit. Die Verbundpartner Stadt und Ruhr-Universität beteiligen sich am „Nucleus-Projekt“ im Bereich Wissenschaftskommunikation.

Damit bekräftigen sie das Ziel des Netzwerks, Bochum als Stadt der Wissenschaft und Bildung zu entwickeln und zu profilieren. Dr. Lars Tata, zuständig für das Netzwerkmanagement Univercity bei der Stadt: „Der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft wird immer wichtiger. Als ein Partner der Univercity Bochum freut sich die Stadt über die Beteiligung an dem Projekt. Wir werden unsere Erfahrungen einbringen und hoffen, von den Erfahrungen der europäischen Partner für unsere Alltagsarbeit zu profitieren“.

Mit speziellen Fragen und Herausforderungen befassen sich 24 internationalen Partner in einem auf vier Jahre angelegten Projekt des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation „Horizont 2020“. Wie weit sollte zum Beispiel die Wissenschaft auf die Erwartungen, die die Gesellschaft an sie stellt, eingehen? Wie sieht eine verantwortungsvolle Wissenschaftskommunikation aus, die einen echten Dialog ermöglicht, etwa zwischen einer Universität und ihren „Stakeholdern“ wie Politiker oder Unternehmer, Künstler oder Bürger? Und wie sollte die Wissenschaft mit ihrer zunehmenden Verantwortung in der Kommunikation umgehen, wenn klassische Massenmedien zunehmend an Bedeutung und Kontrollfunktion verlieren?

Neues Verständnis

Der Name des Projekts, „Nucleus“, steht für „New Understanding of Communication, Learning and Engagement in Universities and Scientific Institutions”, also für ein neues Verständnis in Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen in Bezug auf Kommunikation, Lernen und Austausch mit gesellschaftlichen Gruppen. Gemeinsames Ziel der 24 Partner ist es, Kommunikationsstrukturen und -prozesse in der Wissenschaft besser an den politischen und gesellschaftlichen Erwartungen auszurichten.

„Nucleus wird das Spannungsfeld systematisch analysieren und transnational vergleichen, Lösungen abwägen und diese sogar prototypisch über Partnerorganisationen in 30 europäischen Testumgebungen ausprobieren”, fasst der Projektleiter Alexander Gerber, Professor für Wissenschaftskommunikation an der Hochschule Rhein-Waal, zusammen. Dabei sei ihm bewusst, wie ambitioniert das Projekt wäre: „Immerhin rüttelt unser Projekt an den Fundamenten des heutigen Kommunikationsmanagements in der institutionalisierten Wissenschaft.“

Zwölf Universitäten sind dabei

Das Nucleus-Konsortium besteht aus folgenden Partnern:

Als Verbände sind dabei: Beijing Association for Science and Technology, BAST, China; European Union of Science Journalists’ Association, EUSJA, Finnland; European Science Events Association, EUSEA, Schweden.

Als Hochschulen wirken mit: University of Aberdeen, Schottland; Universität Bielefeld, Deutschland; Ruhr-Uni; TU Delft, Niederlande; Dublin City University, Irland; University of Edinburgh, Schottland; Ilia State University Tbilisi, Georgien; Université de Lyon, Frankreich; University of Malta, Malta; Nottingham Trent University, England; Hochschule Rhein-Waal, Deutschland; University of Twente, Niederlande.

Netzwerke und Kommunen: Stadt Bochum/Netzwerk UniverCity, Deutschland; Nottingham City Council, England; Wissenschaftsstadt Hannover, Deutschland; South African Agency for Science and Technology Advancement, Südafrika; Wissenschaft im Dialog (WiD), Deutschland; Wissenschaftskommunikations-Praxis und -Evaluation; Psiquadro, Italien; Science View, Griechenland.

Außeruniversitäre Einrichtungen: Mathematical Institute of the Serbian Academy of Sciences and Arts; China Research Institute for Science Popularization, CRISP.

 
 

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