Uni-Bad wird für 7 Millionen Euro kernsaniert

Jürgen Boebers-Süßmann
Hoch über dem Schwimmbecken arbeiten Handwerker im Hallenbad Querenburg an den Deckenverstrebungen. Foto: Monika Kirsch / WAZ FotoPool
Hoch über dem Schwimmbecken arbeiten Handwerker im Hallenbad Querenburg an den Deckenverstrebungen. Foto: Monika Kirsch / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Bochum. Das Hallenbad Querenburg wird mit rund sieben Millionen Euro aus dem zweiten Konjunkturpaket kernsaniert. Wiedereröffnet werden soll der Bau aus dem Jahr 1977 im August 2011. Dann soll es auch einen neuen Namen erhalten: Uni-Bad.

Seit Oktober 2009 ist das Bochumer Uni-Bad dicht. Der 33 Jahre alte Bau ist stark sanierungsbedürftig, aber die Renovierung wurde immer wieder hinausgeschoben: kein Geld. Nun hat die Stadt die Generalsanierung doch angepackt.

Und das im ganz großen Stil. Möglich wurde es, weil insgesamt 6.978.375 Euro aus Mitteln des vom Bund aufgelegten Konjunkturpaketes II (KP II) fließen - die knapp 7 Millionen sind die mit Abstand größte Einzelmaßnahme im Bochumer KP II-Paket. Bis August 2011 soll das Hallenbad Querenburg in neuem Glanz erstrahlen. Und dann auch einen neuen Namen tragen: Mit dem „Uni-Bad“ erhält das schwimmende Bochum ein zukunftsfähiges und komplett renoviertes Hallenbad.Related content

Das Uni-Bad ist das einzige Bochumer Hallenbad mit einer 50-Meter-Bahn. Entsprechend kommt ihm weit über den Bezirk Süd hinaus Bedeutung zu. Nicht nur, dass Hobby- und Schulschwimmer hier eine Heimstatt haben; u.a. ist das Uni-Bad auch Trainings- und Wettkampfstätte für die seit Jahren außerordentlich erfolgreichen Wasserballer/innen des Schwimmvereins Blau Weiß Auch Tauchsportler und Behinderten-Sportgemeinschaften nutzen das geräumige Hallenbad. „Nutzten“, muss es genauer gesagt heißen, denn seit fast zwölf Monaten ist das Becken wegen der Kernsanierung schon trockengelegt. Zurzeit sind alle Aktivitäten gezwungenermaßen ausgelagert, sprich: auf die anderen städtischen Bäder verteilt worden.

Becken aus Edelstahl

Zunächst galt es, sämtliche Bauschadstoff aus dem Bad auszubauen. Allein vier Wochen hat die unter Quarantäne durchgeführte Asbest-Entsorgung gedauert. Nach und nach werden nun die Fenster erneuert, eine komplett neue Lüftung eingebaut, eine neue Decke eingezogen. Fliesen und Estrich werden aufgebracht; am Ende wird das Becken aus Edelstahl (Fassungsvermögen: 2,5 Millionen Liter Wasser) eingepasst. Stahl statt Fliesen: Das soll nicht nur chic aussehen, sondern auch die Wartung des Beckens vereinfachen. Nach dem Einbau des Stahltroges wird die Beckenlänge tatsächlich exakt 50 Meter betragen, und nicht, wie bisher, 49,98 Meter.