Bochum

Und plötzlich war ich dabei: So wurde ich Komparse für den neuen Frank-Goosen-Film

Florian Ring darf im neuen Frank Goosen Film mitspielen.
Florian Ring darf im neuen Frank Goosen Film mitspielen.
Foto: Kathrin Migenda
  • In Bochum wurden am Samstag 800 Komparsen für den neuen Film von Frank Goosen gesucht
  • Ich wollte eigentlich nur ein paar Teilnehmer interviewen
  • Warum ich jetzt auch selbst in dem Film mitspiele

Bochum. Ich kam, um Fotos zu machen und ein paar Leute zu interviewen. Gegangen bin ich als Komparse für den neuen Kinofilm „So viel Zeit“ von Frank Goosen.

Wie es dazu kam, ist eigentlich schnell erklärt. Pünktlich zum Start des Castings um 13 Uhr kam ich am Metropolis Kino im Bochumer Hauptbahnhof an. Da ich bisher nicht viel mit Schauspielerei am Hut hatte, wusste ich nicht, was mich dort erwarten würde.

800 Leute wurden gesucht

Was ich wusste war, dass für den Film Besucher eines Rockkonzerts gesucht wurden. Trotz Schneefalls setzte ich deswegen auch spontan auf Lederjacke (was sich später als die richtige Entscheidung herausstellen sollte).

Wie gesagt, ich wollte auch eigentlich nur kurz mit ein paar Leuten sprechen, die am Casting teilgenommen hatten. Da schon vorher feststand, dass insgesamt 800 Leute gesucht werden, hatte ich mit großem Andrang gerechnet.

Lange Schlangen vor dem Kino

Was mich dann vor Ort erwartete, überraschte mich dann aber doch. Die Schlange der potentiellen zukünftigen Schauspieler, reichte vom Eingang des Kinos einmal quer durch den Hauptbahnhof.

Auf mehreren hundert Metern drängelten sich Menschen, um irgendwann mal einen Drehtag an der Seite von Jan Josef Liefers, Jürgen Vogel oder Armin Rohde zu verbringen. Coole Schauspieler, keine Frage. Aber irgendwie war ich dann doch froh, dass ich nur da war, um ein paar Teilnehmern ein paar Fragen zu stellen.

Der grüne Zettel ins Glück

Um zu erfahren, wie ein Casting so abläuft, stellte ich mich also an den Ausgang des Kinos. Und wartete. Nach und nach kamen dann auch die ersten Leute raus. Auf die Frage „Warum habt ihr hier teilgenommen?“, hörte ich so überzeugende Antworten wie „Ich wollte schon immer mal in einem Film mitspielen“ oder „Der Film spielt in Bochum und wir stehen zu unserer Stadt“.

Beides konnte ich so leider nicht von mir behaupten. Wie das Casting so abgelaufen sei, wollte ich dann noch wissen. „Ziemlich unspektakulär“, war die Antwort von Shannon (24) aus Bochum. „Zettel ausfüllen, Foto machen lassen und mit ein bisschen Glück kriegst du einen grünen Zettel in die Hand und bist im Film dabei.“

Mitte März geht's los

So einfach ist das?, dachte ich mir. Dann kannst du es ja auch mal probieren und hast die Lederjacke wenigstens nicht umsonst aus dem Schrank geholt. Gesagt, getan. Und da die Schlange jetzt auch schon viel kürzer war, ging alles ganz schnell.

Zettel ausgefüllt und ab in den Kinosaal. „Hast du Lust den Besucher eines Rockkonzerts zu spielen?“, fragte mich eine junge Frau, nachdem sie mich kurz begutachtet hatte. „Na klar“, antwortete ich. Schon bekam ich den besagten grünen Zettel in die Hand gedrückt. Schnell noch ein Foto gemacht und schon war ich dabei.

Mitte März werde ich dann mit 799 anderen „Rockern“ einen Tag mit Jan Josef Liefers, Jürgen Vogel und Armin Rohde am Filmset verbringen. Eigentlich doch ziemlich cool.

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