Umwelt und Geldbeutel profitieren

Ausgezeichnet. Elf Bochumer Unternehmen haben am erstmals in der Stadt durchgeführten Projekt Ökoprofit teilgenommen.
Ausgezeichnet. Elf Bochumer Unternehmen haben am erstmals in der Stadt durchgeführten Projekt Ökoprofit teilgenommen.
Foto: Wirtschaftsentwicklung Bochum
Elf Unternehmen aus Bochum haben am Projekt Ökoprofit teilgenommen. Sie haben 3500 Kubikmeter Wasser, 365 Tonnen CO2 und 35 Tonnen Abfall eingespart.

Bochum.. Umweltbewusstsein lohnt sich – für Geldbörse und Natur. Das ist die Botschaft des vom NRW-Umweltministeriums geförderten Projekts Ökoprofit. Erstmals nahmen daran auch elf Unternehmen aus Bochum teil. Und das mit eindrucksvollem Erfolg. Ihre insgesamt 81 Maßnahmen führten in den vergangenen Monaten zu Einsparungen von 743 000 Kilowattstunden Energie, 3500 Kubikmeter Wasser, 365 Tonnen CO2, 35 Tonnen Abfall und 210.000 Euro.

„Das Konzept von Ökoprofit hat uns überzeugt“, begründet Thomas Nientiedt, Instandhaltungsleiter bei der PPG Coatings Deutschland GmbH, die Teilnahme seines Unternehmens an dem Projekt. Zu den ohnehin eingeleiteten, ressourcensparenden Maßnahmen habe es zusätzliche Einsparungen von knapp 65.000 Euro und 171 Tonnen CO2 gegeben.

Und die seien zum Teil auf einfache Maßnahmen zurückzuführen, so etwa auf wassersparende Einstellungen für etwa 50 Handwaschbecken. Nientiedt: „Es gibt ein Riesenpotenzial an Möglichkeiten.“ Diese sind manchmal ohne Ausgaben umzusetzen, wie die Überarbeitung des Abfallkonzepts, oder aber auch mit Investitionen verbunden. So hat PPG Coatings, das mit seinen 235 Mitarbeitern in Bochum Lacke für die Bandbeschichtung von Stahl und Aluminium herstellt, 128.000 Euro in den Austausch der Außen- und Hallenbeleuchtung gegen LED investiert.

Reinigung nach Bedarf

Gemischt sind die Reaktionen auf das Projekt Ökoprofi. „Es gibt spontane Begeisterung, aber auch Vorbehalte bei den Unternehmen“, sagt Projektleiterin Dr. Maria Renners von der Wirtschaftsförderung Bochum. Diese hat sich zur Aufgabe gemacht, das seit Jahren in NRW bekannte Projekt in Bochum anzuschieben. Denn, so Sprecher Tim Fröhlich: „Ressourcen-Effizienz wird immer wichtiger.“

Auch für den Tierpark. „Der vernünftige Umgang mit Ressourcen und der Umweltschutz gehören zu unseren Kernaufgaben“, sagt Geschäftsführer Ralf Slabik. Durch die Teilnahme am Projekt hätten sich weitere Möglichkeiten ergeben, Energie und Geld einzusparen oder Emissionen zu vermeiden. So etwa durch eine Zusammenarbeit mit der Technischen Berufsschule 1. Durch neu entwickelte Lasersteuerungen, die bei den in den Filtern eingesetzten Eiweißabschäumern eine Reinigung nach Bedarf und nicht wie zuvor in festen Intervallen möglich machen, wurden 550 Kubikmeter Wasser weniger verbraucht. Das ist eine von vielen Maßnahmen des Tierparks. „Unsere Leute zu überzeugen war kein Problem“, so Slabik. Stärker noch ins Boot nehmen will sein Haus nun die jährlich 250.000 Besucher und die gastronomischen Fachbetriebe im Tierpark.

 
 

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