Umbau am Bermuda-Dreieck in Sichtweite

Jürgen Boebers-Süßmann
Der Konrad-Adenauer-Platz (KAP) im Bochumer Bermuda3eck. Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Der Konrad-Adenauer-Platz (KAP) im Bochumer Bermuda3eck. Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool

Bochum.  Seit Jahren wird über den Umbau des Konrad-Adenauer-Platzes geredet – passiert ist immer noch nix. Nach den allerneuesten Plänen soll es nun im Februar oder März 2011 losgehen.

Nachdem die Kortumstraße zunächst von Kerkwege bis zum Konrad-Adenauer-Platz (KAP) neu gestaltet worden war, wurde, um eine zu lange Baustelle im Bermuda3Eck zu vermeiden, der Ausbau des Platzes zum Jahreswechsel 2008/2009 abgeblasen. Ein Jahr später sollte es soweit sein. Aber zum Jahresanfang 2010 kam den Planern die Haushaltssperre in die Quere, so dass das Vorhaben erneut auf Eis lag. „Wir warten jetzt auf die Genehmigung des Haushaltes, dann kann es sofort losgehen mit der Auftragsveröffentlichung und den Ausschreibungen. Die Pläne sind fix und fertig“, so Baudezernent Ernst Kratzsch auf WAZ-Anfrage.

In der Zwischenzeit haben sich einige Randbedingungen geändert und sind in die Ausführungsplanung eingearbeitet worden; u.a. werden die zunächst auf der Parkhaus-Seite vorgesehenen Wasserfontänen nicht eingebaut, stattdessen soll in Abstimmung mit den Gastronomen eine neue Brunnenanlage auf dem Platz entstehen.

Umbau soll rund 600 000 Euro kosten

Der Umbau des Platzes wird aus kommunalen Haushaltsmitteln finanziert und soll rund 600 000 Euro kosten. Dazu kommen noch einmal 60 000 Euro für das Fundament einer neuen Veranstaltungsbühne. Im Wettbewerb Standort Innenstadt NRW war die Bermuda Gastronomie GmbH mit der Stadt für ihren Beitrag einer sog. „Impuls-Bühne“ auf dem Konrad-Adenauer-Platz prämiert worden (die WAZ berichtete, Bühnenentwurf von Lars Meeß-Olsohn aus dem Workshop Bermuda Licht). In den Bühnenbau fließen laut Kratzsch rund 130 000 Euro aus EU-Mitteln. „Das sind unterschiedliche städtebauliche Titel, die aber eng miteinander verzahnt und abgestimmt werden“, so Kratzsch. Das Podest mit der Bühnenkonstruktion wurde in die Ausführungsplanung des Konrad-Adenauer-Platzes eingearbeitet. Geht es nach dem Stadtbaurat, soll der neue Adenauer-Platz bis zum Start der Freiluftsaison 2011 endgültig unter Dach und Fach sein.

Mit der Ausbauplanung werden auch die Freisitze an den Seitenbereichen des Platzes neu geordnet. Vor dem Parkhaus wird eine neue Freisitzfläche geschaffen; das Ganze soll eine Pavillonstruktur bekommen. Die bereits vor dem Lokal „Hemingsway’s“ aufgebaute verglaste Lounge ist ein heute schon sichtbares Beispiel, wie die Neusortierung aussehen könnte. Eine „Pavillonstruktur“ wird von der Stadt fürs KAP favorisiert.