TuS Harpen kämpft vehement für einen Kunstrasenplatz

Harpen.  Der TuS Harpen werde weiter für einen Kunstrasenplatz kämpfen, betonte gestern Trainer Dietmar Hampel am Rande der Bezirksvertretung Nord. Der TuS ist seit Bekanntgabe des Sportstättenentwicklungsplans „mehr als aufgebracht“. Wie berichtet, hätte der Verein, der seinen Platz wegen Verletzungsgefahr seit Monaten nur eingeschränkt nutzen kann, danach nicht vor 2019 eine Chance – auf einen Ascheplatz. „Wiird der Plan beschlossen, ist der Verein tot.“

Heinrich Donner, Bezirksbürgermeister in Nord, hatte sich zuvor einhellig vom Gremium bestätigen lassen, „dass wir den Sportstättenentwicklungsplan so nicht hinnehmen werden. Darin fehlen die Bedeutung des TuS Harpen für den Schulsport sowie seine soziale Komponente in der Flüchtlingsarbeit, für die Jugend.“

So ein Verein könne nicht bis 2019 vom Spielbetrieb ausgeschlossen werden. Das, so Hampel, würde er auch nicht überleben: „Die Konkurrenz ist stark.“

In dem Plan, so die Kritik, werde behauptet, der TuS verfüge über eine voll funktionsfähige Spielstätte, zudem werde der tatsächliche Bedarf der Vereine generell nicht berücksichtigt. „Es gibt keine nachvollziehbaren Kriterien, warum wir keinen Kunstrasenplatz bekommen sollten“, sagt Dietmar Hampel. Ein Kunstrasenplatz würde nach Berechnung der Verwaltung 500 000 Euro, ein Tennenplatz etwa 300 000 Euro kosten. „Die Instandsetzung des Ascheplatzes wäre wirtschaftlich unsinnig angesichts unserer hohen Belastung.“

Der TuS Harpen hat 500 Mitglieder, darunter 200 Kinder. Die Jugendarbeit nimmt großen Stellenwert ein. Das Fußballtraining mit Flüchtlingskindern am Standort Nord ist bereits erfolgreich angelaufen.