Triennale: Festivaldorf wird am Samstag eröffnet

Sven Westernströer
Das Kunstdorf „The Good, the Bad and the Ugly“ des niederländischen Künstlers Joep van Lieshout entsteht derzeit neben der Jahrhunderthalle – und wird täglich ein Stückchen größer.
Das Kunstdorf „The Good, the Bad and the Ugly“ des niederländischen Künstlers Joep van Lieshout entsteht derzeit neben der Jahrhunderthalle – und wird täglich ein Stückchen größer.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Zum Start der Ruhrtriennale entsteht neben der Jahrhunderthalle eine begehbare Großinstallation für Konzerte, Lesungen und Kino.

Bochum. Es wächst! Das Kunstdorf „The Good, the Bad and the Ugly“ (zu deutsch: Das Gute, das Böse und das Hässliche), das in diesem Jahr zum Herzstück der Ruhrtriennale werden soll, wird immer größer. Bis kurz vor der Eröffnung mit Einweihungsparty am Samstag, 15. August, 18 Uhr, wird an der begehbaren Großinstallation des niederländischen Künstlers Joep van Lieshout auf dem Platz neben der Jahrhunderthalle fleißig gewerkelt.

Ab dann steht das Kunstdorf in den kommenden sechs Wochen jedem offen, der neugierig ist: Sowohl Festivalbesucher als auch Spaziergänger sind eingeladen.

Zentrale Anlaufstelle der Installation ist das „Refektorium“, das an eine Bauernscheune erinnern soll. „Als neue Spielstätte wird es dem Publikum während der gesamten Spielzeit offen stehen“, sagt Sprecherin Dijana Tanasic. Eigens für das Refektorium wurde ein Spielplan entwickelt, viele Veranstaltungen werden auch bei freiem Eintritt zu erleben sein. Neben den Werkstattgesprächen mit Künstlern der Ruhrtriennale, die immer sonntags um 11 Uhr stattfinden, sind hier auch Performances, Lesungen und Konzerte geplant.

Kino und Konzert mit Bianca Cassidy

An jedem Mittwoch verwandelt sich das Refektorium in ein Kino: Es werden Filme wie „Müdigkeitsgesellschaft“ (19.8.) oder „Arbeit, Heimal, Opel“ (2.9.) gezeigt. Beginn: 20 Uhr. Eintritt frei.

Freitags finden Lesungen statt, samstags Konzerte und Partys. Zu den Höhepunkten gehört das Konzert von Bianca Casidy, die als Teil des Indie-Pop-Duos „Coco Rosie“ bekannt wurde. Am 22. August wird sie mit ihrem Solo-Projekt im Refektorium auftreten (12 Euro).

„I am love“ serviert das Eis

Auch Künstler aus der Region sind im Refektorium zu sehen: Die Geschwister Maja, Lina, Nils und Till Beckmann erinnern mit ihrer Band (u.a. mit Schauspieler Charly Hübner) an Texte von Ralf Rothmann (am 28.8., 20 Uhr, 12 Euro). Am 5.9. widmen sich Thomas Anzenhofer, Jele Brückner und Michael Lippold dem ersten Teil von Dantes „Göttlicher Komödie“ (20 Uhr, 12 Euro).

Übrigens: Mit leckerem Eis und anderen Köstlichkeiten werden die Besucher von der Szene-Eisdiele „I am love“ an der Dibergstraße im Ehrenfeld verwöhnt, die während des Festivals im Refektorium eine Zweigstelle eröffnet. Dort ist die Freude groß: „Wir freuen uns total und sind ganz gespannt, was auf uns zukommt“, sagt Katharina Hermanns von „I am love“. Geöffnet täglich von 13 bis 21 Uhr, an Veranstaltungstagen auch länger.