Traditions-Häuser im Bochumer Stadtpark schließen

Tom Thelen
Jahrzehntelang die „gute Stube“ Bochums: Der Speisesaal der „Orangerie“ im Stadtpark.
Jahrzehntelang die „gute Stube“ Bochums: Der Speisesaal der „Orangerie“ im Stadtpark.
Foto: Fremdbild
Die Orangerie und der Ableger Bodega la Escalera machen zu. Neues Konzept der Stadtparkgastronomie setzt ganz auf Veranstaltungen. Gewaltige Tradition endet damit.

Bochum. Die Restaurants im Stadtpark, die renommierte „Orangerie“ und der kleinere Ableger „Bodega la Escalera“ im ehemaligen Treppchen schließen. Nach „Bochum kulinarisch“ macht die Stadtparkgastronomie am 1. September mit verändertem Konzept weiter. „Obwohl der eine oder andere das hochwertige à-la-carte-Angebot der Orangerie vermissen mag, müssen wir uns den Anforderungen des Tagungsgeschäftes und der Region anpassen“, so Geschäftsführer Dirk Kahle.

Neben den zwei großen Festsälen im Erdgeschoss und den flexiblen Tagungsräumen in der 1. Etage werden künftig auch die Restaurantbereiche mit Terrasse und Patio – beliebt für private Feiern und Hochzeiten – ausschließlich für Tagungen zur Verfügung stehen. Damit endet eine gewaltige Tradition: Schon 1877 eröffnete hier im Park ein Restaurant. Die Gastronomie „Parkhaus“ wurde mehrfach umgebaut, blieb aber stets ein Ausflugsziel und „gute Stube“ der Stadt.

Ab 1985 erfolgte der letzte größere Umbau, der im April 1988 in die Eröffnung der neuen „Gastronomie im Stadtpark“ mündete. Kürzlich wurde das 25-Jährige des Hauses gefeiert, das sich nach weiteren Renovierungsmaßnahmen 2006 in „Orangerie“ umbenannt hatte. Unter Küchenchef Michael Hau wurde das Gourmet-Restaurant in den letzten Jahren das in den Restaurant-Führern best-benotete der Stadt. Der à-la-carte-Umsatz konnte aber offenbar nicht die Kosten decken.