Bochum

Tödlicher Raub in Bochum-Hordel: Polizei schließt Vorsatz nicht aus

In Bochum hatten Unbekannte ein Rentnerpaar brutal überfallen: Ein 68-Jähriger erstickte qualvoll.
In Bochum hatten Unbekannte ein Rentnerpaar brutal überfallen: Ein 68-Jähriger erstickte qualvoll.
Foto: dpa

Bochum. Auch am Wochenende hat die Mordkommission Hordel der Polizei Bochum intensiv ermittelt, um die Hintergründe des brutalen Raubs an der Sechs-Brüder-Straße zu klären.

„Die 20-köpfige Mannschaft hat umfangreiche Vernehmungen durchgeführt, wir gehen derzeit rund 100 Hinweisen aus der Bevölkerung nach“, so Polizeisprecher Volker Schütte.

Brutaler Raub in Bochum-Hordel: „Nach einigen Tagen verebbt das“

Inzwischen habe es keine neuen Hinweise mehr gegeben, das sei in solchen Fällen normal, so Schütte: „Nach wenigen Tagen verebbt das.“

In der sogenannten „Kappskolonie“ in Hordel hatten Unbekannte am vergangenen Montag ein älteres Paar brutal in deren Haus überfallen.

Bochum: Einbrecher lauern 68-Jährigem auf

Die Täter überwältigten zuerst die 71 Jahre alte Hausbewohnerin, dann lauerten sie ihrem 68-jährigen Lebensgefährten auf.

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Äußerst brutal rissen sie ihn zu Boden und fesselten ihn. Qualvoll erstickte der Mann - womöglich an der Knebelung.

Raub mit Todesfolge in Bochum ist „sehr sehr ungewöhnlich“

Merkwürdig: Die Männer blieben noch lange Zeit im Haus. Noch mindestens zwei Stunden durchsuchten sie alle Etagen.

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Das Vorgehen der Täter sei „sehr sehr ungewöhnlich“. Denn normalerweise würden Einbrecher flüchten, wenn sie mit Bewohnern konfrontiert würden.

Die Polizei ermittelt in derzeit in alle Richtungen. Es sei auch nicht ausgeschlossen, dass der 68-Jährige, der mit Trödel handelt, gezielt als Opfer ausgesucht wurde. „Es ist noch alles offen“, so Schütte.

Beisetzung am kommenden Samstag

Der Mann wird am kommenden Samstag in Hordel beigesetzt. Seine Familie nahm mit einer Traueranzeige in der WAZ von ihm Abschied: „Eine grausame Tat entriss uns unseren lieben Vater, Schwiegervater, Opa und meinen Lebensgefährten.“

Perfide Trickbetrügereien: „Widerwärtig"

Derweil nutzen Betrüger die furchtbare Tat für perfide Tricks: Die Täter geben sich derzeit als Beamte aus, die in dem Fall ermitteln, um Anwohner um ihr Geld zu bringen.

„Es ist absolut widerwärtig, diese aktuelle Tat in die Trickbetrügereien einzubauen“, so Volker Schütte. Demnach suchen sich die Betrüger das direkte Anwohner-Umfeld für ihre Tricksereien aus.

Die Polizei rät: Wer verdächtige Beobachtungen macht, soll über den Notruf 110 sofort die echte Polizei rufen. (pen)

 
 

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