Bochum

Thyssenkrupp: Hier demonstrieren tausende Stahlarbeiter wegen der geplanten Fusion

Seit neun Uhr demonstrieren Stahlarbeiter in Bochum gegen die Fusionspläne von Thyssenkrupp.
Seit neun Uhr demonstrieren Stahlarbeiter in Bochum gegen die Fusionspläne von Thyssenkrupp.
Foto: Alexander Keßel/Der Westen

Bochum. Die Fusionspläne von Thyssenkrupp treiben tausende Mitarbeiter des Traditionskonzerns auf die Straße. Das Essener Unternehmen will seine Stahlsparte mit dem indischen Tata-Konzern fusionieren.

Gegen diese Pläne demonstrieren am Freitag tausende Stahlarbeiter in Bochum. Sie fürchten wegen der geplanten Fusion um ihre Jobs.

Symbolträchtiger Ort

Einen symbolträchtigeren Ort hätte sich die IG Metall für die Demo gegen kaum ausdenken können. Bochum-Stahlhausen. Hier marschierten am Freitag morgen etwa 4000 Demonstranten von den Thyssen-Werkstoren bis zur Jahrhunderthalle. Sie protestieren gegen den geplanten Stellenabbau von 2000 Arbeitsplätzen, allein bei Thyssen.

Die Angst vor Arbeitslosigkeit ist allgegenwärtig. Doch die Gewerkschaften, allen voran die IG Metall haben den Kampf mit dem Warnstreik in Bochum angenommen.

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Große Solidarität mit den Stahlarbeitern

Vor der beeindruckenden Kulisse des Industriedenkmals versammeln sich Stahlarbeiter aus dem ganzen Pott.

Und sie sind nicht allein. Große Solidarität gibt es vor allem von ehemaligen Opelanern, Bergarbeitern und Nokia-Beschäftigten. Sie haben ihre Arbeitskämpfe hier in Bochum und Umgebung in der Vergangenheit ausgetragen. Waren laut. Feierten Teilerfolge.

Der Kampfeswille kommt an

Jetzt unterstützen sie die Stahlarbeitern mit ihren Erfahrungen und machen Mut. "Lasst euch nicht aufhalten - kämpft für eure Rechte. Für eure Arbeit." Das sind ihre Botschaften.

Die scheint anzukommen. Der Wille zur Arbeit ist den Streikenden ins Gesicht geschrieben. Bengalos, laute Musik, Trillerpfeifen, Feuerwerk und unzählige Transparente unterstreichen: Das war nur der Anfang.

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