Theaterunion richtet den Blick auf Europa

Das ist eine besondere Premiere: Erstmals findet vom 8. bis 10. April die Generalversammlung der Union des Théâtres de l’Europe (UTE) am Schauspielhaus statt.

Zweimal jährlich tauscht sich das internationale Theaternetzwerk aus – diesmal zum Thema „Das Eigene & das Fremde“, so der Titel des aktuellen, spartenübergreifenden Monatsschwerpunktes des Schauspielhauses. Neben Lisa Nielebocks „Hiob“ und der Premiere von Elfriede Jelineks „Die Schutzbefohlenen/Appendix/Coda/ Epilog auf dem Boden“ (Regie Hermann Schmidt-Rahmer, Premiere am Samstag), die beide mit englischen Übertiteln zu sehen sein werden, gibt es einen öffentlichen Vortrag von Koen Tachelet (8. April) sowie das „Café Europa“ (9. April).

UTE ist eine Theaterunion mit mehr als 40 Mitgliedern, darunter 19 große Theater aus derzeit 15 Ländern Europas, die eine transnationale Zusammenarbeit ermöglichen will. So soll das kulturelle Erbe Europas erhalten und weitergegeben werden. „Für zwei Tage wird unser Schauspielhaus das Zentrum von Begegnungen, Gesprächen und kulturellem Austausch zwischen Intendanten verschiedener Häuser sein. In einer Zeit, in der viel von physischen und mentalen Grenzen die Rede ist, wollen wir im Zeichen unseres Mottos ,Das Eigene & das Fremde’ Erfahrungen austauschen“, so Intendant Anselm Weber.

Besonders auf das Diskussionsformat „Café Europa“ am Samstag (9. April) von 15.30 bis 18 Uhr im mittleren Foyer des Schauspielhauses weist das Theater hin. Es geht in der öffentlichen Podiumsdiskussion um die gespannte politische Lage Europas: Mit der Schließung der Balkanroute vor drei Wochen und dem anhaltenden Stau von tausenden Flüchtlingen in Griechenland wurde ein Tiefpunkt in der Geschichte der EU erreicht; auch das Rückführungsprogramm mit der Türkei steht in der Kritik. Weber: „Ziel ist es, im ,Café Europa’ den Dialog zwischen Wissenschaftlern und Künstlern, dem Publikum und den internationalen Gästen der UTE-Mitgliedstheater anzuregen.“

 
 

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