Tarifstreit beim Bochumer Konzern BP spitzt sich zu

Die Europa-Zentrale des Aral-Mutterkonzerns BP befindet sich in Bochum.
Die Europa-Zentrale des Aral-Mutterkonzerns BP befindet sich in Bochum.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
In den Tarifverhandlungen beim Bochumer Mineralölkonzern BP hat es nach Angaben der Gewerkschaft IG BCE eigentlich schon im August eine Einigung gegeben. Doch dann habe der BP-Vorstand seine Unterschrift verweigert. Die Gewerkschaft spricht von einem „einmaligen Vorgang“.

Bochum. Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Mineralölkonzerns BP in Bochum sind ins Stocken geraten. Werner Haß, der Verhandlungsführer der Gewerkschaft IG BCE, warf der Unternehmensleitung einen „Betonkurs“ vor. Am 21. November werde „ein letzter Versuch“ unternommen, „auf normalem Weg ein Ergebnis zu erzielen“.

Eigentlich habe es bereits im August eine Einigung auf einen neuen Tarifvertrag gegeben, berichtete die IG BCE. „Doch der BP-Vorstand zog seine Unterschrift zurück, ehe das Abkommen rechtsverbindlich wurde. In der Geschichte des Unternehmens ist dies ein einmaliger Vorgang.“ Seither seien alle Versuche fehlgeschlagen, zu einem Tarifergebnis zu kommen. Jetzt habe BP ein Angebot vorgelegt, das gegenüber dem vorherigen Verhandlungsstand eine Verschlechterung bringe. „So lassen wir nicht mit uns umspringen“, sagte Haß. Er forderte eine Entgelterhöhung, die deutlich über drei Prozent liegt. Es geht um die Gehälter für rund 1900 Beschäftigte an den BP-Bürostandorten Bochum und Hamburg. Eine BP-Sprecherin betonte, es habe „keinen unterschriftsreifen“ Vertrag gegeben.

 
 

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