Tana-Schanzara-Denkmal rückt in greifbare Nähe

Dieser Entwurf von Heidi und Meline Bösel gab den Denkanstoß für das geplante Tana-Schanzara-Denkmal.
Dieser Entwurf von Heidi und Meline Bösel gab den Denkanstoß für das geplante Tana-Schanzara-Denkmal.
Foto: Heidi und Melina Bösel
Die von WAZ-Lesern gewünschte Würdigung Tana Schanzaras ist in greifbare Nähe gerückt. Die WAZ-Gesellschafter unterstützen das Projekt mit 20 000 Euro. Im Bochumer Schauspielhaus werden nun Entwürfe gezeichnet.

Bochum.. Die von vielen WAZ-Lesern gewünschte angemessene Würdigung der beliebten verstorbenen Schauspielerin Tana Schanzara (1925-2008) ist in greifbare Nähe gerückt. Zu verdanken ist dies Bodo Hombach und Christian Nienhaus.

Die Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe befürworten die Spendenaktion für ein Tana-Denkmal, die Schauspielhaus und WAZ-Lokalredaktion im Frühjahr dieses Jahres gestartet haben. Daher fließen sowohl aus dem Dispo-Fonds der Brost-Holding als auch aus dem Dispo-Fonds der Funke-Familien-Gesellschaft jeweils 10 000 Euro auf das Spendenkonto.

„Dank dieser Spenden sind wir einen sehr großen Schritt weiter“, freut sich Anselm Weber. Der Intendant des Bochumer Schauspielhauses hat die Sommerferien genutzt und die Kosten für das geplante Tana-Denkmal ermitteln lassen. Rund 45 000 Euro wird das Kunstwerk kosten, das auf dem Tana-Schanzara-Platz gegenüber dem Schauspielhaus aufgestellt werden soll.

Wie die WAZ berichtete, soll rund um den dort stehenden Kirschbaum ein Bänksken aufgestellt werden, auf dem schließlich eine Tana aus Metallguss in Originalgröße Platz nehmen wird. Wer mag, kann sich dann zu ihr setzen und aufs Schauspielhaus blicken. Eine Jury hatten diese Idee Ende Juni aus zahlreichen Leser-Vorschlägen ausgewählt. „Das wird der Persönlichkeit der großen Volksschauspielerin gerecht“, erläutert Weber.

Spenden-Aktion geht weiter

In den kommenden Tagen werden im Schauspielhaus Entwürfe für das geplante Tana-Denkmal gezeichnet. Gesichtet wird dabei das Fotoarchiv einer Mitarbeiterin, die die Künstlerin bis zu ihrem Tod pflegte. „Wir müssen dann entscheiden, aus welcher Lebensphase wir Tana Schanzara zeigen wollen“, so Weber. Ist diese Entscheidung getroffen, wird die Plastik in Auftrag gegeben.

Gleichzeitig geht die Spenden-Aktion weiter. Das Schauspielhaus wird am heutigen Samstag (24.) auf dem Eröffnungsfest für die neue Spielzeit Sammeldosen aufstellen. Bislang liegen 13 000 Euro auf dem Spendenkonto – unter anderem durch größere Geldbeträge von Gerd-Uwe Drobig (Seco Kältetechnik, 5000 Euro) und Christian Koch (Stahlunternehmen Finkenholl, 1925 Euro) sowie aus dem Erlös eines Benefizkonzertes der Band Bad Boy Boogiez (1300 Euro).

41 000 Euro stehen bereits zur Verfügung

Weitere Spenden sind angekündigt: Die Sparkasse Bochum will das Projekt mit 5000 Euro unterstützen. Auch Andor Baltz, der Inhaber des gleichnamigen Modehauses in der City, will Geld überweisen. Vor den Sommerferien standen in seinem Kaufhaus an jeder Kasse Spendendosen. Die Gaben seiner Kunden stockt Baltz auf 3000 Euro auf.

Summa summarum stehen für das Tana-Denkmal damit schon 41 000 Euro zur Verfügung. Unsere Stadt darf sich also getrost auf ein neues Kunstwerk freuen. Tana ihrs.

 
 

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