Tagesbruch im Weitmarer Holz

Weitmar.  Regelmäßig unternimmt Iris Kabus Ausflüge ins Weitmarer Holz. Privat, oft aber auch mit Kinderwaldgruppen, die sie über den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) anbietet. Bei einer dieser Exkursionen, bei denen Kindern der Wald näher gebracht wird, machte sie vor zwei Tagen eine gefährliche Entdeckung: einen ungesicherten Tagesbruch.

„Der kann da noch nicht lange sein“, ist sie sich sicher, schließlich streift sie öfter durchs Weitmarer Holz und passiert auch diese Stelle immer wieder. Das Loch ist bei einem Durchmesser von ca. 1,50 Meter und einer geschätzten Tiefe von vier Metern nicht ohne. „Nur gut, dass keines von den Kindern hineingefallen ist“, ist Iris Kabus froh. Vom Weg aus ist der Tagesbruch nichts zu sehen. „Er liegt etwas abseits der Pfade, etwa 50 Meter vom Wildschwein-Gehege entfernt“, beschreibt Diethelm Kabus die Lage, nachdem seine Frau ihm das Loch gezeigt hat.

Bei der Stadt war bis zum Anruf der WAZ nichts bekannt von diesem Tagesbruch. Allerdings wurden umgehend Sicherungsmaßnahmen ergriffen. Die zuständigen Mitarbeiter vom Technischen Betrieb machten sofort mit Diethelm Kabus einen Ortstermin aus, um das Loch zu lokalisieren und sperrten den Bereich mit Flatterband ab, damit niemand zu Schaden kommt. Auch die Bezirksregierung wurde von der Stadt als zuständige Sonderordnungsbehörde eingeschaltet.