Tänzer aus aller Welt stürmen die Jahrhunderthalle

Nathanael Ullmann
Bei der Pressekonferenz zeigten die japanische und die deutsche Gruppe schon mal ihr Können..
Bei der Pressekonferenz zeigten die japanische und die deutsche Gruppe schon mal ihr Können..
Foto: Eva Berten
Die Streetdance-Veranstaltung „Funkin’ Stylez“ kommt wieder ins Ruhrgebiet. 250 Tänzer aus 30 Nationen werden am Wochenende erwartet.

Bochum. Mit den „Funkin’ Stylez“ an diesem Wochenende holt die Jahrhunderthalle zu ihrem Urbanatix-Programm nun noch eine zweite Top-Veranstaltung der Straßenkultur zu sich ins Haus. Vor den Augen einer renommierten Jury werden am Samstag und Sonntag Tänzer aus aller Welt in sechs Kategorien vom HipHop bis zum Breakdance gegeneinander antreten.

Zum ersten Mal in Bochum

Die Funkin’ Stylez finden bereits zum elften mal statt, dieses Jahr sind sie allerdings zum ersten Mal in Bochum zu Gast. Früher fand der Wettbewerb in Düsseldorf statt, als die Bühne dort zu klein wurde, zog der Wettbewerb nach Berlin. Aber die Veranstalter wollten wieder zurück zu den Wurzeln: „Das Ruhrgebiet ist sehr wichtig für uns. Es ist das Mekka der Szene“, so der Gründungsvater Takao Baba. Von hier kämen die meisten Deutschen Tänzer, außerdem sei man im Ruhrgebiet nah an der Grenze zum Ausland. Von der historischen Kulisse ist das Team ebenfalls schwer angetan: „Das ist wie 20 Level ups im Vergleich zur Anfangszeit“, freut sich Baba.

Tagsüber werden verschiedene Workshops für Anfänger und Fortgeschrittene mit den Juroren der Show stattfinden, abends treten die Tänzer dann vor Publikum gegeneinander an. Die Jury ist hochkarätig: Der Tänzer „Storm“ choreographierte beispielsweise die Eröffnung der „Expo 2000“, Buddha Stretch gar das Musikvideo „Remember the Time“ von Michael Jackson.

In sechs Tanzstilen können sich die Sportler beweisen: Popping, Locking, HipHop, House, Me against the Music, Voguing und Tricking. Die Finalisten wurden in Vorausscheidungen in Berlin und rund um den Globus, unter anderem in Spanien, Russland und Spanien, ausgekürt. Dementsprechend kommen die Tänzer auch von überall her: Aus Frankreich, Japan, Russland und sogar Kasachstan. Insgesamt sind rund 250 Tänzer aus 30 Nationen beteiligt. Am Samstag treten die Künstler einzeln an, am Sonntag stellen sie sich in Gruppen der Fachjury.

Auch für Laien interessant

Das ganze System der ‘Battles’ mag für Laien erst einmal kompliziert klingen, macht aber schon beim ersten Anschauen direkt Spaß, sind sich die Veranstalter sicher: „Wenn die Leute tanzen, dann siehst du die Musik“, erzählt Moderator Özcan Cosar. Zumal es vorderhand nicht um den Wettbewerb gehe, sondern vielmehr darum, die Kultur der Straßenkunst einem breiten Publikum zu vermitteln. Dabei sei vor allem die Atmosphäre wichtig: „Die Party nach der Show steht auf jeden Fall im Fokus. Dann tanzen alle einfach miteinander. Keiner schaut dann, wie gut der andere ist“, sagt Cosar.

Volles Programm an beiden Tagen

Am Samstag sind um 18 Uhr die Türen geöffnet. Das große Finale ist um 23.30 Uhr, die Party startet etwa eine Stunde später.

Am Sonntag ist ab 13.30 Uhr das offizielle Programm. Das Finale der Teams beginnt um 21.35 Uhr.

Das Tagesticket kostet 20 Euro, ein Kombiticket 35 Euro.