Wasserspaß auf der Ruhr

Ob in den Booten oder an der Strecke: Die Stimmung beim Sommerfest des LDKC war bestens.
Ob in den Booten oder an der Strecke: Die Stimmung beim Sommerfest des LDKC war bestens.
Foto: WAZ
Der Linden-Dahlhauser Kanu-Club feierte ein ausgelassenes Fest mit gleich drei Turnieren an einem Wochenende.

Süd.  Bauchige Elefanten und große Drachen sorgten für reichlich Unruhe in den sonst so idyllischen Ruhrauen in Dahlhausen. Ausgelöst hatte das tierische Vergnügen der Linden Dahlhauser Kanu-Club (LDKC) mit seinem Sommerfest „Der Pott brennt“.

Unter diesem Titel verband der Verein erstmals gleich drei Turniere an einem Wochenende und zeigte, wozu der im Leistungssport wieder sehr erfolgreiche LDKC in der Lage ist, wenn nur alle an einem Strang ziehen.

Litt der Auftakt am Freitagabend noch unter nasskaltem Wetter, zeigten sich beim Start des Schüler-Cups im Drachenbootrennen schon die ersten Sonnenstrahlen. Insgesamt sieben der acht jeweils 20-köpfigen Besatzungen, die bunt bekleidet an den drei Anlegern vor dem Vereinsgelände ihre Boote bestiegen, kamen gleich von nebenan. Es waren Schüler zwischen 12 und 18 Jahren, ehemalige Mitschüler, aber auch Lehrer und Eltern der Theodor-Körner-Schule, die auf dieser Art sportlich ihre Kräfte messen wollten.

„Kanu würde ich auch gern mal fahren“, meinte da ein Besucher und schaute begeistert seine Frau an. Doch die winkte sofort ab: „Das fehlte mir noch . . .“

Als der Steuermannüber Bord ging

Während im Regattabüro noch fleißig die ersten Läufe ausgewertet wurden, gab es für Starter Uli Köhler mit den Kollegen in der Zielkommission keine Pause. Im Zehnminutentakt schickten sie mal eben zwischendurch die 36 Fun- und Freizeitteams auf die 300 Meter lange Wettkampfstrecke flussaufwärts, die sich zum 26. Elefantenbootrennen angemeldet hatten.

Als noch das Wasser beim Eintauchen der Stechpaddel der Sechser-Canadiern schäumend hoch spritze, stand bei den Schülerteams längst die Drachenbootmannschaft „Dynamite de Luxe“ als Sieger fest.

Nicht untergegangen ist auf jeden Fall die Besatzung „Costa Concordia“, sie belegte Platz zwei. Getroffen hatte es hingegen die „MS Frittenfett“. Nachdem ihnen der Steuermann aus dem Boot gefallen war und sie bei der Havarie mit der Uferböschung auch noch den Drachenkopf verloren hatten, war ihnen immerhin der Fairnesspreis sicher. Dritte wurden „The Heros“ und Gewinner des Kostümpreises wurden „Schneewittchen und die vielen Zwerge“.

Für „Jedermänner“ geht ein Traum in Erfüllung

In Hochstimmung war die Dahlhauser Paddelsportgemeinde, als Bezirksbürgermeisterin Doris Erdmann mit dem LDKC-Vorstand auf der Bühne die Pokale an die Elefantenbootsieger überreichte. Hier gab es gleich mehrere Sieger der Damen- und Herrenteams. Ein Traum ging für die Mannschaft der LDT „Jedermänner“ in Erfüllung. Nach 16-jähriger Teilnahme konnten sie erstmals den „dicken Pott“ bei den Herren unter 45 Jahren in Händen halten. Es folgten die „Waschtrommeln“ und die „Flying Dutchmen“ der Ruhrlandbühne.

In der Gruppe über 45 Jahren standen die „Eppendorfer Jungs” ganz oben auf dem Treppchen. Dicht gefolgt von den „Papas“ und dem Team „Goldkutter“. Erfolgreich bei den Damen über 45 Jahren waren „Die Lewacker Girls“, gefolgt von den „Mamas“ und den „Zärtlichen Cousinen“.

Am zweiten Tag gingen 32 Mannschaften aus ganz NRW in 36 Läufen auf die 250 Meter lange Strecke. Ein herrliches Bild bot sich, wenn der Dampfzug des Eisenbahnmuseums an den Sportlern vorbei ratterte. Sieger des Drachenbootwettkampfs „Der Pott brennt“ wurde das Team „Centro Dragons“ aus Oberhausen. Zweite wurden die Flying „MTU Engines“, gefolgt von den „WSW-Airdragons“. Den Sonderpreis fürs schönste Kostüm erhielten die „Pump Dragons“ Dortmund.

 
 

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