Treff Hu-Kultur in der Hustadt will eigenständig werden

Matthias Köllmann leitet den Hu-Kultur-Treff.
Matthias Köllmann leitet den Hu-Kultur-Treff.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Mit vielen kreativen Ideen feiert die Begegnungsstätte ihre Neueröffnung. Schon bald möchte sich die Einrichtung finanziell selber tragen.

Hustadt.  Frisch renoviert feiert der Bürgertreff Hu-Kultur in der Hustadt große Neueröffnung. Direkt am Brunnenplatz gelegen hat der Treff künftig geregelte Öffnungszeiten (montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr), eine multikulturelle Küche und Raum für Kultur und Beratung. „Wir haben viel geschafft und stehen doch noch am Anfang“, sagt Leiter Matthias Köllmann.

Gegründet wurde der Treff vor etwa vier Jahren, um für die Menschen in der Hustadt da zu sein. „Wir sind Ansprechpartner in allen Lebenslagen“, so Faruk Yildirim, neben Köllmann zweiter Leiter, der seit 1981 in der Hustadt lebt: „Es ist ein schöner, lebendiger Stadtteil mit vielen Kindern.“ Ob es nun darum gehe, bei Übersetzungsproblemen und Behördengängen zu helfen oder einfach nur den Fahrradreifen zu flicken: Von den Bewohnern der Hustadt werde die Hu-Kultur gut angenommen.

Langfristiges Ziel sei es, dass der Treff auf eigenen Beinen stehen könne, meint Matthias Köllmann. „Momentan werden wir noch mit Mitteln der Stadt unterstützt, aber diese Förderung läuft im Jahr 2017 aus.“ Also gelte es, neue Einnahmequellen zu erschließen. „Wir haben das Glück, dass die VBW uns die Kaltmiete erlässt, so dass wir nur die Nebenkosten zahlen. Aber auch dieses Geld muss natürlich erwirtschaftet werden.“

Förderung von den Stadtwerken

Findungsreich entwickelte Köllmann in den letzten Monaten Ideen – vor allem im Bereich Catering und Veranstaltungsservice ist Hu-Kultur aktiv. Ein Standbein ist das Espresso-Mobil, das jeden Dienstag und Freitag auf dem Markt vor dem Rathaus steht und auch sonst viel im Einsatz ist. Dafür wurde Hu-Kultur von den Stadtwerken mit 25 000 Euro gefördert. „Dies ist ein Bürgerprojekt par excellence“, sagt Geschäftsführer Bernd Wilmert. „Wir freuen uns schon auf die nächste Bewerbung.“

Küchen-Mobil folgt auf Espresso-Mobil

Dem Espresso-Mobil soll das Küchen-Mobil folgen, das kulinarische Leckereien durch die Stadt bringt. So kann man Hu-Kultur auch für private Feste oder für Firmenfeiern buchen. „Kurzer Anruf, wir kommen“, meint Yildirim.

In der Hu-Kultur selber wird fortan fleißig gekocht: Die frisch renovierte Küche bietet Mittwoch und Donnerstag von 11 bis 15 Uhr eine Mittagskarte mit überwiegend orientalischen Speisen. Ein dritter Öffnungstag ist in Planung. „Und wir haben ein paar super Köchinnen hier“, verrät Köllmann.

Als Glücksfall bezeichnet Bürgermeisterin Gaby Schäfer die Einrichtung. „Es ist toll, dass Matthias so großen Spaß daran gefunden hat“, sagt sie zur Neueröffnung. VBW-Geschäftsführer Norbert Riffel sieht in der Hustadt gar eine „kleine Kiez-Kultur“ wachsen: „Studenten gründen hier wieder WGs. Da können wir stolz sein.“

 
 

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