Seit 100 Jahren fit wie ein Turnschuh

Hajo Romahn und die Jugendgeschäftsführerin Petra Horvath beim Fußballtraining.
Hajo Romahn und die Jugendgeschäftsführerin Petra Horvath beim Fußballtraining.
Foto: Haenisch / waz fotopool
DJK Teutonia Ehrenfeld feiert runden Geburtstag. Vorsitzender Hajo Romahn erinnert sich an selige Zeiten, als dem Verein der Aufstieg in die Landesliga gelang

Wiemelhausen..  Die Festschrift ist gedruckt, die Feierlichkeiten organisiert, alles ist vorbereitet für den Empfang: 100 Jahre DJK Teutonia Ehrenfeld, das ist aller Ehren wert.

Das Jubiläum des Traditionsvereins wird kräftig gefeiert. Einen großen Empfang gibt es darum heute ab 18 Uhr in der Meinolphus Kirche, in der vor 100 Jahren auch der Verein gegründet worden ist. „Ende Dezember 1912 wurde St. Meinolphus-Mauritius eine eigene Gemeinde.

Anfang 1913 hat sich dann der erste Jünglingsverein gebildet“, erzählt Hajo Romahn, jetziger Vorsitzender der DJK Teutonia Ehrenfeld. „Conrad Wienhold hat im selben Jahr die Gründung einer Turnabteilung in die Hand genommen“, so Romahn weiter. Auch die Turner waren es, die später den Namen „Teutonia“ für ihren Verein wählten. Als Namensgeber fungiert das Vereinslokal „Teutonia“ am Westfalenplatz (heute Oskar-Hoffmann-Straße).

„Natürlich hat auch die Teutonia in ihrer langen Geschichte so manche Höhen und Tiefen erlebt“, weiß Romahn, der selbst seit 35 Jahren im Verein aktiv ist und zunächst den Vorsitz der Tischtennis-Abteilung übernahm. „Während der Nazi-Zeit wurde der Verein verboten. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben sich die Mitglieder aber zusammengerauft und dem Verein wieder neues Leben eingehaucht“, sagt der 65-Jährige, dessen Vorgänger Heinz Tonscheid (von 1959 bis 1975) maßgeblich dazu beitrug.

Stolz auf ein reges Vereinsleben

Auch Winfried Gützloe (heute Ehrenvorsitzender), der in den Jahren 1979 bis 2010 den Club führte, sorgte für reges Vereinsleben. Die Hochzeit der DJK Teutonia fand allerdings eher Mitte der 70er Jahre statt. 1974 schaffte die Fußballmannschaft unter der Leitung von Udo Wittkamp den Aufstieg in die Landesliga. Mit dabei: der ehemalige VfL-Spieler Gustav Eversberg.

„Damals hatten wir einen Sponsor. Der hat nicht nur die Fußballmannschaft unterstützt, sondern auch der Tischtennisabteilung finanziell unter die Arme gegriffen“, weiß Romahn. Als Leistungssport wird im Ehrenfeld nämlich Fußball, Tischtennis und Volleyball betrieben. Doch auch dem Breitensport habe man viel zu verdanken.

In den letzten 30 Jahren hat sich die Zahl der Mitglieder verdoppelt

„Heute haben wir rund 1000 Mitglieder“, erzählt Romahn nicht ohne Stolz. Petra Horvath, die Jugendgeschäftführerin der Teutonia, ist sich sicher, „dass wir damit im oberen Drittel der Bochumer Vereine liegen.“ Das Geheimrezept für so ein florierendes Vereinsleben sei die Verbundenheit der Mitglieder.

„Im Ehrenfeld gibt es nicht so viele Sportvereine. Die Menschen fühlen sich dem Stadtteil und dem Verein verbunden. In den letzten 30 Jahren hat sich die Zahl der Mitglieder verdoppelt“, so Romahn, der als Vorsitzender dieser großen Sportgemeinschaft viel zu tun hat. Denn schon die nächsten Feierlichkeiten sind im Jubiläumsjahr geplant: Am 22. Juni spielt die Rewirpower-Mannschaft des VfL gegen die Traditionsmannschaft der Teutonia. Für den 11. Oktober ist ein Jubiläumsball im Haus Spitz geplant.

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