Neuer Treff für Grundschulkinder in Weitmar-Mark

Die ehrenamtlichen Betreuerinnen Silvia Tromm (links) und Marleen Borling zeigen der kleinen Angelina, wie man Schmuck bastelt.
Die ehrenamtlichen Betreuerinnen Silvia Tromm (links) und Marleen Borling zeigen der kleinen Angelina, wie man Schmuck bastelt.
Foto: FUNKE Foto Services
Für Kinder von 6 bis 10 Jahren öffnet jeden Donnerstag in der Emmausgemeinde die „OT Weitmar Mark“. Auch Ältere sollen hier bald Spiel und Spaß finden

Weitmar-Mark..  Bunte Luftballons weisen den Weg: In den Jugendräumen der Emmauskirche an der Karl-Friedrich-Straße 65a gibt es ab jetzt einen neuen Freizeittreff für Kinder im Grundschulalter. Völlig kostenlos und ohne Anmeldung kann jeder Steppke im Alter von sechs bis zehn Jahren daran teilnehmen und einmal pro Woche für zwei Stunden eine schöne, abwechslungsreiche Zeit erleben.

Möglich macht dies das Kinder- und Jugendzentrum OT-Weitmar an der Blumenfeldstraße, um auch den Kindern im benachbarten Weitmar-Mark mehr Freizeitmöglichkeiten als bisher zu bieten. „Das ist politisch so gewollt“, erzählt der Leiter Jörg Borling. Die Bezirksvertretung Südwest habe die Idee auf den Weg gebracht und würde den neuen Treff finanzieren. Auch vom Jugendamt komme dafür etwas öffentliches Geld. „Das Angebot für Kinder in Weitmar-Mark war bislang eher dürftig“, meint Borling. „Das wollen wir jetzt ändern.“

In den Räumen der Emmausgemeinde wird deshalb ab jetzt an jedem Donnerstag von 16 bis 18 Uhr mit großer Freude gebastelt, genäht, gemalt oder gekocht. Völlig offen war allerdings, wie viele Kinder zur ersten „offenen Tür“ in der vergangenen Woche überhaupt kommen würden. „Von Null bis 30: Wir waren auf alles vorbereitet“, sagt Jörg Borling schmunzelnd. Am Ende waren es drei kleine Mädchen, die zur Premiere bunte Armreifen bastelten. „Ich denke, dass wird in den kommenden Wochen wachsen“, meint der Sozialpädagoge, der das Weitmarer OT seit acht Jahren leitet. Borling hofft auch darauf, ein paar muslimische Kinder für den Treff gewinnen zu können.

Das Programm, das die Kinder erwartet, ist vielseitig. „Am kommenden Donnerstag wollen wir gemeinsam kochen.“ Was genau auf den Teller kommt, ist noch nicht raus. „Wahrscheinlich machen wir Pizza oder Nudeln mit verschieden farbigen Saucen.“ Für Ende Januar ist eine Fotorallye geplant, auf der rund um die Emmauskirche Schnappschüsse entstehen sollen. Auch eine Karnevalsparty und eine Schnitzeljagd sind in Vorbereitung.

Während sich der neue Treff nur an Grundschüler richtet, sollen auch die Älteren von elf bis 14 Jahren in den Räumen der Emmausgemeinde bald regelmäßig zusammen finden. Anfang bis Mitte Februar, so denkt Jörg Borling, könne das Angebot um einen zweiten Treff erweitert werden. „Das soll montags von 16 bis 18 Uhr stattfinden.“ Geplant ist u.a. ein Selbstverteidigungskurs.

In der Emmausgemeinde stießen die Pläne für die neuen Jugendtreffs übrigens nicht überall auf Vorfreude. „Es gab viele Gespräche mit der Gemeinde“, sagt Borling. Einige Mitglieder seien zunächst skeptisch gewesen und hätten sich gefragt, ob sich die neuen Angebote mit anderen ehrenamtlichen Aktivitäten der Gemeinde vertragen würden. „Wir mussten einige Ängste abbauen, aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg.“

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