Neue Pläne für Radweg auf Lewacker Straße

Die enge Fahrbahn auf der Lewacker Straße soll verbreitert werden, damit auch Radfahrer und Fußgänger hier Platz finden.
Die enge Fahrbahn auf der Lewacker Straße soll verbreitert werden, damit auch Radfahrer und Fußgänger hier Platz finden.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Entlang der Ruhr sollen Radfahrer und Fußgänger bald besser unterwegs sein. Finanzierung noch unklar

Dahlhausen.  Ende gut, alles gut? Nach vielen Jahren soll der schon lang verschobene Plan, auf der Lewacker Straße entlang der Ruhr einen eigenen Weg für Radfahrer und Fußgänger zu bauen, endlich Wirklichkeit werden. Mit dieser Nachricht überrascht Christoph Matten vom Tiefbauamt die Mitglieder der Bezirksvertretung Südwest. „Die Finanzierung steht zwar noch auf wackeligen Füßen, doch es könnte klappen“, sagt Matten halbwegs optimistisch.

Blick zurück: Bereits vor etwa sieben Jahren hat die Stadt von der Bahn einen unbenutzten Gleisabschnitt an der Lewacker Straße mit dem Ziel gekauft, die ohnehin sehr enge Straße auf dieser Fläche zu verbreitern – vor allem mit Blick auf die Vielzahl an Radfahrern, die sich hier teils waghalsig zwischen den Autos lang quetschen.

Die nur etwa fünf Meter breite Fahrbahn könnte so um einen 2,75 Meter breiten Streifen vergrößert werden, der von Radfahrern und Fußgängern gemeinsam benutzt werden soll. Etwa 600 Meter soll der Weg lang werden, er führt vom Knick der Lewacker Straße vorbei an der Pontonbrücke in Richtung Dahlhauser Ortskern (bis Hausnummer 261).

Die Kosten von geschätzten 800 000 Euro wollen Stadt und Land unter sich aufteilen: 65 Prozent kämen von der Landesregierung, die übrigen 35 Prozent zahlte die Stadt. „Als im Jahr 2010 der städtische Haushalt nicht genehmigt wurde, lag der Plan auf Eis“, so Matten.

Zuschüsse des Landes sind noch ungewiss

Jetzt wären die Eigenmittel da, allein die Zuschüsse des Landes sind noch ungewiss, weil das Programm „Kommunaler Straßenbau“ auf dem Prüfstand steht. Ob die Mittel bis 2019 fließen, ist nicht klar. „Es ist eine Entscheidung des Landes, diese Mittel bereitzustellen“, so Matten, der aber „positive Signale“ vernommen habe, dass es mit dem Bau der Strecke diesmal klappen könnte. Der Zeitplan ist indes völlig offen. „Jetzt gilt das Prinzip Hoffnung.“

Ganz so optimistisch sind die Bezirksvertreter nicht. „Wenn ich den Bürgern wieder von neuen Plänen erzähle: das glaubt mir langsam keiner mehr“, meint Norbert Konegen (SPD). Sein Parteigenosse Marc Gräf sieht das ähnlich: „Wieso die Mittel nicht längst bewilligt sind, ist mir schleierhaft“, sagt er. „Jetzt müssen wir Dampf bei der Landesregierung machen und dafür kämpfen.“

 
 

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