Neubaugebiet entsteht in Bärendorf

An der Bärendorfer Straße soll gebaut werden. Das Bochumer Unternehmen Bollmann plant dort 23 Häuser.
An der Bärendorfer Straße soll gebaut werden. Das Bochumer Unternehmen Bollmann plant dort 23 Häuser.
Foto: Ingo Otto
Bochumer Unternehmen baut 23 Häuser, Vermarktung läuft bereits. Neuer Kanal soll den Überschwemmungen bei Starkregen ein Ende machen.

Weitmar.  Ein Neubaugebiet mit freistehenden Einfamilienhäusern, Doppel- und Reihenhäusern plant das Bochumer Unternehmen Bollmann Bauen & Wohnen an der Bärendorfer Straße. Das wird mit einem Erschließungsvertrag mit der Stadt festgezurrt.

Gerhardt Scholle, Projektleiter der Firma, sagt: „Wir haben bereits unterschrieben; jetzt muss die Stadt nur noch gegenzeichnen.“ Insgesamt werden nach seinen Angaben elf bis zwölf Millionen Euro investiert. 23 Häuser will Bollmann Bauen & Wohnen auf der 8500 Quadratmeter großen Fläche bauen.

Bollmann Bauen & Wohnen rechnet mit zwölf Millionen Euro Investition

Der Bauträger wird die Fläche erschließen und die Kosten für den Kanalbau, die Straßenbeleuchtung und sämtliche Straßenbäume tragen, weil die Stadt dies aus finanziellen Gründen nicht selbst durchführt, wie es im Vertrag heißt. Insgesamt 621 000 Euro wird nach Darstellung der Verwaltung die Maßnahme kosten; davon entfallen 374 000 Euro auf die Entwässerung, 225 000 Euro für die Verkehrsfläche und 22 000 Euro für Beleuchtung.

Das Gremium gab dem Vorhaben einstimmig grünes Licht. Das Unternehmen wird nach Fertigstellung die Fläche für eine Straße und drei Stichwege der Stadt kostenlos übertragen. Die Bärendorfer Straße ist eine Tempo-30-Zone.

Nach Starkregen kam es immer wieder zu Überflutungen

Ein neuer Kanal ist erforderlich, weil es nach Starkregen immer wieder zu Überflutungen kommt. Das Niederschlagswasser kann nicht mehr versickern, seit eine ehemalige Brachfläche bebaut wurde. So gibt es Rückstaus in der Senke Bärendorfer Straße/Ecke Weitfeldweg.

Zudem liegen die Häuser Bärendorfer Straße Nr. 74 bis 80 unter Straßenniveau, so dass deren Bewohner besonders vom Hochwasser betroffen sind. „Das Regenwasser soll künftig zum Goldhammer Bach geführt werden“, wie Christoph Matten vom Tiefbauamt dem Bezirk Südwest in dessen letzter Sitzung erklärte. Der neue Kanal schlägt mit 235 000 Euro zu Buche.

Niederschläge sollen zum Goldhammer Bach geleitet werden

Ein geschlossener Kanal wird alle Niederschläge von den Grundstücken aus dem Bebauungsgebiet entlang der benachbarten Kleingartenanlage ausleiten, später offen bis zum Goldhammer Bach fließen. Bei Starkregen kann der vorhandene Tümpel im Einmündungsbereich des Bachs die Wassermassen aufnehmen.

Der Kanalbau soll zeitnah erfolgen und wird nach Schätzung des Tiefbauamtes zwölf Wochen dauern. Fürs kommende Frühjahr hat sich der Bauträger den Hochbau vorgenommen, für 2019 den Endausbau der Straße.

Gerhard Scholle: „Wir sind bereits in der Vermarktungsphase. Die Nachfrage ist gut, nicht zuletzt schon wegen der Lage der Wohnhäuser.“

Bergbauliche Untersuchungen notwendig

Da das Neubaugebiet auf alten Bergbau-Lagerflächen entstehen soll, verpflichtet sich Bollmann Bauen & Wohnen vertraglich dazu, eine Gefahrenabschätzung durch einen Sachverständigen der Bezirksregierung Arnsberg durchführen zu lassen.

Sechs Bäume in Baumscheiben schreibt die Stadt als Straßengrün in dem Bereich vor. Die Anschaffungskosten für einen Baum – einschließlich Pflanz- und Pflegearbeiten – betragen 1200 Euro. Das Grünflächenamt wird die Arbeiten übernehmen.

 
 

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