Neubau steht bevor: Endlich neue Awo-Kita für Linden

So sah es Anfang 2014 Am Schamberge aus: Vom ehemaligen Kita-Gebäude ist nicht mehr viel zu sehen. Starkregen hatte dem Flachdach zugesetzt, es blieb nur der Abriss. Die Kinder wurden auf andere Einrichtungen aufgeteilt.
So sah es Anfang 2014 Am Schamberge aus: Vom ehemaligen Kita-Gebäude ist nicht mehr viel zu sehen. Starkregen hatte dem Flachdach zugesetzt, es blieb nur der Abriss. Die Kinder wurden auf andere Einrichtungen aufgeteilt.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Am alten Standort Am Schamberge soll ab sofort ein neues Gebäude für die Kinderbetreuung entstehen. Mit Platz für 60 Kinder in vier Gruppen.

Linden..  Eine unendliche Geschichte scheint für die Kindergarten-Kinder in Linden jetzt doch ein Happy-End zu bekommen: Am alten Standort Am Schamberge soll in Kürze eine neue Kindertagesstätte entstehen. „Wir haben eine Baugenehmigung und die Finanzierung ist geregelt“, verkündet Ernst Steinbach von der Arbeiterwohlfahrt. Und das, obwohl allein die Baugrundsicherung schon 100 000 Euro verschlungen hat. Startschuss für den Neubau ist, sobald eine neue Bodenplatte fertiggestellt ist; sie soll noch im Januar gegossen werden.

Die ganze Geschichte begann im Juni 2013, als Starkregen dem Kindergarten-Gebäude Am Schamberge den KO-Schlag versetzte. Der Flachdach-Bau konnte nicht mehr gerettet werden. „Uns sind die Rückschlagventile durchgeknallt. Dadurch sind Fäkalien unter den Estrich geflossen“, erklärte Steinbach damals. Kurze Zeit später rückten die Bagger an und der Kindergarten wurde abgerissen. Von heute auf morgen musste Kita-Leiterin Heike Blotenberg mit den 45 Kita-Kindern umziehen. Die Kleinen wurden auf die Awo-Kitas Am Chursbusch und Dr.-C.-Otto-Straße aufgeteilt. Eine Übergangslösung, die für alle eine enorme Belastung bedeutet. Mit Taxen und Awo-Bussen werden die Kinder seither in ihre Übergangskitas kutschiert. Außerdem erklärte Steinbach: „Durch die zusätzliche Gruppe wird der Mehrzweckraum blockiert.“ Auch das ist nicht im Sinne des Erfinders.

Mehrere Anläufe, eine alternative Unterkunft zu finden, scheiterten. Baugenehmigungen für Ausweich-Grundstücke konnten wegen früherem oberflächennahen Bergbau nicht gegeben werden. „Alles, was schief gehen kann, ist schiefgegangen“, resümierte Steinbach. Nun können er sowie Eltern und Kinder endlich aufatmen.

Schon im Dezember hätte mit den Bauarbeiten begonnen werden sollen

Eigentlich hätte mit dem Neubau am alten Standort schon Anfang Dezember begonnen werden sollen. „Wir haben aber jetzt noch einen Nachtrag zum Bauantrag eingereicht“, so Steinbach. In Absprache mit dem Jugendamt soll nun eine Vier-Gruppen-Einrichtung entstehen. Ursprünglich geplant war ein Bau für drei Gruppen.

„Mit vier Gruppen lässt sich ein schönerer Baukörper erstellen, der sich viel harmonischer in die Häuserzeilen der Umgebung einfügt“, erklärt der Awo-Zuständige. Außerdem sei die Wirtschaftlichkeit der Einrichtung mit nur drei Gruppen „sehr eng“ gewesen. „Mit vier Gruppen haben wir eine deutlich bessere wirtschaftliche Situation“, sagt Steinbach. Die neue neue Unterkunft bietet Platz für rund 60 Kindergartenkinder (inklusive U3-Plätze). Die Tage der unendlichen Geschichte dürften also gezählt sein . . .

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