Mädels motzen Unicenter auf

Am Workshop "Pimp your Kietz", nahmen zwöld Mädchen zwischen acht und zwölf Jahren teil.
Am Workshop "Pimp your Kietz", nahmen zwöld Mädchen zwischen acht und zwölf Jahren teil.
Foto: WAZ FotoPool / Ingo Otto
Zwölf Mädchen setzen unter dem Motto „Pimp your Kietz“ Gueriellaideen im Uni-Center um. Sie fertigten Graffiti aus Wolle, bepflanzten ausrangierte Schuhe und gestalteten Stoffe farbenfroh. Das Projekt des Vereins „Ronahi“ im Unicenter wurde mit Hilfe des „Kultur Rucksacks NRW“ finanziert .

Querenburg..  Der Weg zum Eingang des Wissenschaftlichen Privatinstituts für Integration und Sprache (WIS) im Unicenter ist gesäumt mit ungewöhnlichen Blumentöpfen. Statt Keramik- oder Tontöpfen stehen hier alte Schuhe und Stiefel, aus denen gelbe Blumen herausragen. Die Schuhe sind eine der vielen Ideen, die zwölf Mädchen im Rahmen des Projekts „Pimp your Kietz“ in den Herbstferien umgesetzt haben, um ihr Wohnumfeld aufzumotzen. Und das nicht mit gewöhnlichem Pinsel und Farbe, sondern „Guerillaprojekten“: Graffitti aus Wolle und Schmuck für Laternen.

Die kreativen Arbeiten der Mädchen zeigen die Fotos an einer Leine in ihrem Gruppenraum. Mit den Strickgorillaz, einer Guerillastrickgruppe, wurden Luftmaschenseile, Herzen und Blumen gehäkelt. An einem anderen Tag haben die Sieben- bis Zwölfjährigen mit Schablonen und Farbe Stoffe bedruckt. Einen gelben Affenkopf zeigt das schwarze T-Shirt von Lava Al Hussein: „Der Affe hat mir am besten gefallen, und die Schablone hatte genau die richtige Größe“, erzählt die 13-Jährige.

An einer zweiten Leine halten Wäscheklammern Wunschbaumkärtchen. Die sieben Jahre alte Delman schreibt zum Beispiel: „Ich will nicht, dass ihr auf die Blumen trampelt.“ „Wünsche und Botschaften so zu verbreiten ist auch eine Guerillaidee“, erklärt Sozialarbeiterin Melanie Gewehr.

Sie hat das Projekt des Vereins „Ronahi“ im Unicenter, das mit Hilfe des „Kultur Rucksacks NRW“ finanziert wurde, geleitet.

Die Ausstellung des Projekts im WIS schaut sich auch Susanne Köllner vom Integrationsrat der Stadt an: „Hier im Unicenter gibt es eigentliche keine Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Gut, dass Ronahi solche Projekte hat.“

Geschäftsführerin von WIS und Vorsitzende des Vereins Ronahi, Khonaf Hajo, ist dankbar für die vielen investierten Überstundender Mitarbeiter und engagierten Ehrenamtler. Sie hofft, dass mit Ronahi und WIS in Zukunft noch mehr Projekte in Querenburg umgesetzt werden können: „Oft scheitert es leider daran, dass keine Räumlichkeiten vorhanden sind.“

Ein Teil des Ergebnis vom „Pimp your Kietz“, ein Workshop mit zwei urbanen Gärtnern der „Ruhrstadt Gartenmiliz“, ist nicht nur auf Fotos zu sehen: das Peace-Zeichen auf dem Platz des Friedens hat die Gruppe von Müll befreit, neu bepflanzt und hergerichtet.

„Eigentlich wollten wir die Ergebnisse unsere Arbeiten tatsächlich im Unicenter aufhängen“, erzählt Melanie Gewehr, und ergänzt, dass die Ausstellung nicht realisiert wurde, weil der Besitzer des Unicenters nicht einverstanden gewesen sein soll.

 
 

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