Lewackerstraße soll Ende Dezember fertig sein

Die Arbeiten auf der Lewackerstraße sind in vollem Gange. Links der neue Bürgersteig, den Radfahrer und Fußgänger gemeinsam nutzen sollen.
Die Arbeiten auf der Lewackerstraße sind in vollem Gange. Links der neue Bürgersteig, den Radfahrer und Fußgänger gemeinsam nutzen sollen.
Foto: Gero Helm
Nach knapp 30-jähriger Planung soll der große Umbau bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Auch Radfahrer und Fußgänger finden einen eigenen Weg.

Dahlhausen.  Das Jahr 1987: Uwe Barschel stirbt in Genf, Ronald Reagan spricht am Brandenburger Tor – und in Dahlhausen soll die Lewackerstraße ausgebaut werden. „Es ist schon erstaunlich, wie lange die ersten Überlegungen für diesen Ausbau zurück liegen“, meint Thomas Fründ vom Baustellenmarketing der Stadt.

Knapp 30 Jahre später sind die ehrgeizigen Plänen beinahe Realität. Noch im Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und die Lewackerstraße für den Verkehr wieder freigegeben werden. „Die Baufirma hat sich fest vorgenommen, bis Ende des Jahres fertig zu werden“, so Fründ. „Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.“

Denn obwohl die Arbeiten dem ursprünglichen Zeitplan (Bauende Frühjahr 2017) weit voraus eilen, mussten sie in der vergangenen Woche zumindest teilweise ruhen. Zwischen Ruhrmühle und Schwimmbrücke soll als letzte Schicht die vier Zentimeter dicke Asphaltdecke aufgetragen werden: „Und das klappt nur bei etwa 5 bis 10 Grad“, sagt Fründ.

900 Meter entlang der Ruhr

Die Erneuerung der Lewackerstraße betrifft einen Abschnitt von etwa 900 Metern direkt entlang der Ruhr. Dass sich die Stadtoberen damit bereits seit knapp 30 Jahren beschäftigen, hat einen Grund: Denn für das stetig steigende Verkehrsaufkommen war die Straße schon seit vielen Jahren viel zu schmal. Besonders bedenklich war dies im Frühjahr und Sommer, wenn auch viele Radfahrer und Fußgänger die nur etwa fünf Meter breite Fahrbahn nutzten. Mit der Eröffnung des Ruhrtal-Radweges im Jahr 2006, der über die Lewackerstraße führt, bekam das Thema weitere Dringlichkeit.

Bürgersteig bis zu 2,75 Meter breit

So entsteht auf der Ruhrseite ein durchgehender Bürgersteig, der bis zu 2,75 Meter breit sein wird und von Radfahrern und Fußgängern gemeinsam genutzt werden soll. „Da ist wirklich großzügig bemessen“, meint Fründ. Nur das Teilstück südlich der Brücke in Richtung Linden kann aufgrund der knappen Platzverhältnisse nur einen circa einen Meter breiten Gehweg aufweisen.

Um die Straße überhaupt verbreitern zu können, hat die Stadt Gelände von der Deutschen Bahn angekauft. Da neben einer Förderung des Bundes und des Landes aber lange Zeit unklar war, wie hoch der städtische Eigenanteil sein wird, verzögerten sich die Arbeiten lange. Die Baukosten belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Euro.

 
 

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