Lewackerstraße: Radweg soll endlich kommen

Sven Westernströer
Auf der Lewackerstraße in Dahlhausen fahren Autos dicht aneinander vorbei.
Auf der Lewackerstraße in Dahlhausen fahren Autos dicht aneinander vorbei.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Nach über 25-jähriger Planung könnte die Lewackerstraße entlang der Ruhr ab nächstes Jahr für Radfahrer und Fußgänger tatsächlich ausgebaut werden. Denn jetzt scheint endlich auch die Bezirksregierung von dem Ausbau überzeugt zu sein.

Dahlhausen.  Dicht an dicht drängelt sich der Verkehr auf der schmalen Lewackerstraße. Besonders bedenklich ist dies im Frühjahr und Sommer, wenn auch viele Radfahrer und Fußgänger die nur etwa fünf Meter breite Fahrbahn entlang der Ruhr nutzen und sich mit den vielen Pkw hier ein bisweilen hochgefährliches Spiel liefern.

Doch das soll alles anders werden, hoffen die Bezirksvertreter Südwest seit über 20 Jahren. „Erste Überlegungen, die Verkehrsverhältnisse auf der Lewackerstraße zu verbessern, gehen zurück bis ins Jahr 1987“, erzählt Bezirksbürgermeisterin Doris Erdmann (SPD). „Wird höchste Zeit, dass endlich was passiert.“

In der Tat standen die Chancen, die Straße um einen kombinierten Rad- und Fußweg zu verbreitern, noch nie besser als jetzt. Denn die Baumaßnahme ist im Haushaltsplan der Stadt für die Jahre 2014/15 vorgesehen. Auch Mitglieder der Bezirksregierung Arnsberg hätten sich vor Ort davon überzeugt, dass Handlungsbedarf besteht, teilt die Stadtverwaltung mit. „Die Zeichen stehen gut“, meint Bezirksvertreter Marc Gräf (SPD). „Erforderlich ist jedoch, dass auch die Landesmittel für den Ausbau bereit stehen. Ob das Geld fließt, das ist die Frage.“

Bereits vor sieben Jahren hat die Stadt der Bahn einen unbenutzten Gleisabschnitt parallel zur Lewackerstraße abgekauft – mit dem Ziel, die Straße hier zu erweitern. Auf einer Länge von etwa 600 Metern vom Knick vorbei an der Pontonbrücke in Richtung Dahlhauser Ortskern soll der Weg führen, der Fußgängern und Radfahrern offen steht.

Kosten: knapp 1,5 Millionen Euro

Die Kosten für Straßenbau, Lichtsignalanlage, Versorgungsleitungen und Beleuchtung belaufen sich laut Verwaltung auf knapp 1,5 Millionen Euro. 65 % davon kommen aus Töpfen von Staat und Land, die übrigen 35 % muss die Stadt selber finanzieren. Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass die Baumaßnahme in den Jahren 2014 und 2015 durchgeführt werden kann. Ein genauer Zeitplan ist indes noch nicht bekannt.

Die CDU-Fraktion regte im Haushaltsplanentwurf zudem an, den Weg noch etwa 100 Meter weiter als geplant bauen zu lassen. „Unser Plan sah vor, den Weg noch weiter in Richtung Dahlhauser Tiefbau zu legen“, sagt Friedhelm Nentwig (CDU). Doch mit rot-grüner Mehrheit wurde dieser Plan bei der Sitzung der Bezirksvertretung abgelehnt. „Dieses Reststück ist nicht wirklich ausbaufähig“, glaubt Marc Gräf. „Dafür bräuchte man Millionen.“ Dennoch: Dass die Pläne nach all den Jahren jetzt tatsächlich realisiert werden sollen, stößt bei allen Bezirksvertretern auf ein großes Hallo. „Für die Stadt ist das ausgezeichnet“, meint Gräf.