Kinder vergnügen sich am Spieletag

Syrische Kinderspiele bot Heba (2.v.l.) an. Sie arbeitete in ihrer Heimat als Linderanimateurin. Die fünfjährige Lucy und die siebenjährige Leni (3. + 4. v.l.) machten begeistert mit.
Syrische Kinderspiele bot Heba (2.v.l.) an. Sie arbeitete in ihrer Heimat als Linderanimateurin. Die fünfjährige Lucy und die siebenjährige Leni (3. + 4. v.l.) machten begeistert mit.
Foto: Wicho Herrmann
Veranstaltung des evangelischen Jugendpfarramtes im Matthäushaus. Beim Workshop gab es erstmals auch Spiele aus Syrien.

Weitmar.  Aktionsspiele, Spielworkshops, sowie über 100 Brettspiele entdeckten Besucher in den Räumen im Matthäus-Gemeindesaal; viele probierten sie gleich aus. Sechs Stunden lang ging es rund beim 15. Bochumer Spieletag mit dem Motto „Spielen international“. Zahlreiche Besucher von Jung bis Alt kamen und füllten das gesamte Haus mit Leben.

Bei den diesjährigen Workshops standen Kinderspiele aus Syrien im Vordergrund. Die beiden Flüchtlingsfrauen Laila und Heba, die in ihrem Heimatland als Kinderanimateurin arbeiteten, boten sie an. Die Kinder wie Lucy (5) und Leni (7) machten begeistert mit. Dabei lernten sie u.a. ein Ballonaktionsspiel kennen, erfuhren, wie sie einen Bilderrahmen aus Holzstäbchen bauen können und wie die Finger arabisch benannt werden. „Säbaba heißt Zeigefinger. Das finde ich lustig“, erklärte Leni.

„Das Tolle daran ist, dass die Frauen und die Kinder sofort miteinander in Kontakt kommen, obwohl die beiden Frauen noch nicht gut Deutsch können. Zeichen und Gesten genügen“, kommentierte Wilfried Maier vom Jugendpfarramt, der mit seinem 14-köpfigen Team den Tag organisierte und die Besucher begleitete.

Hilfe erhielt er zudem von etwa zehn Aktiven des Hippodice Spieleclubs. Diese traten nicht nur als Spieleerklärer auf. Sie organisierten auch ein Turnier zum Spiel „Geistesblitz“ . „39 Leute machten mit“, freute sich Turnierorganisator Aleksander Cuznur über den guten Zuspruch.

Sehr zufrieden waren auch die Eltern. „Unsere vier Mädchen sind begeistert hier und probieren neue Spiele aus“, freute sich Mutter Daniela Kordell. Sie war nun zum zweiten Mal da. „Das Spielen hier macht süchtig“, fand Kristine Tschersich und lachte. Sie war mit Sohn Alvin (8) extra aus Bonn angereist. Dessen Lieblingsspiel hieß „Icecool“. „Da ist viel Aktion und man spielt das um den Tisch herum“, erklärte Alvin.

Auch Ältere hatten ihren Spaß. „Wir probieren das neue Strategiespiel ,Luther’ aus“, erklärte Michael Nolte (31), der mit seinen Freunden Marcel und Jan Hendrik kam. Sein Urteil: „Das Spiel zum Film ist besser als erwartet, weil es eigene Ideen mitbringt.“

Das Fazit der Organisatoren war gut: „Wir haben ein sehr breites Publikum erreicht. Zeitweilig waren alle 25 Tische belegt. Unsere Workshops sowie die Kinderspielaktionen fanden viel Zuspruch“, so Stefan Borgschulte vom Jugendpfarramt.

Spieleabend und Spielecafé

Der Hippodice-Spieleclub trifft sich 14-tägig immer freitags in den geraden Kalenderwochen zum Spieleabend im Kulturbahnhof Langendreer (Kino-Café, Wallbaumweg 108). Der nächste Termin ist am Freitag, 18. November. Beginn jeweils um 18 Uhr.
Im Jugendpfarramt an der Neustraße 7 gibt es sonntags ab 15 Uhr ein Spielcafé. Der nächste Termin ist am Sonntag, 4. Dezember.

 
 

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