Kanuten kämpfen gegen den Wind

Wer von Witten aus nach Essen mitpaddelte, musste auch beim LDKC vorbei.
Wer von Witten aus nach Essen mitpaddelte, musste auch beim LDKC vorbei.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Linden-Dahlhauser Kanu-Club als Kontrollstation bei NRW-Rallye über die Ruhr. Wetter lässt die rund 300 Teilnehmer nur langsam in Bochum ankommen.

Dahlhausen.  Die Teilnehmer hatten ordentlich zu kämpfen: vor allem mit dem Gegenwind auf der Ruhr. So mussten auch die Mitglieder des Linden-Dahlhauser Kanu-Clubs (LDKC) länger als geplant auf die Sportler warten, die bei der 45. Kanu-Rallye im Bochumer Südwesten aussteigen oder Station machen wollten.

Karl Engbring vom Kanusportverein Rawa Essen war dann mit seinem Hochseekajak gegen Mittag als Erster vor Ort in Dahlhausen, um seine Kontrollkarte abstempeln zu lassen. Er setzte seine Fahrt Richtung Baldeneysee fort, steuerte damit die Gold-Plakette an. Andere Kanuten wiederum stiegen in Bochum aus, bekamen dafür eine Bronze-Medaille. Silber wurde in Kupferdreh verliehen.

Vom Schüler bis zum Senior

Dabei das Problem: Der Start erfolgte zwischen neun und zehn Uhr in Witten, es galt, bestimmte Zeiten zwischen den Stationen einzuhalten – nicht so leicht bei den Wetterbedingungen. „Wir waren am Nachmittag längst im Vereinsheim, da kamen immer noch Boote an“, schaute LDKC-Vorsitzender Ralf Höfgen am Ende zurück auf den „Tag des Kanusports“, der in Nordrhein-Westfalen traditionell mit der Rallye über Rhein oder Ruhr verbunden ist.

Dabei mitmachen konnte jeder Kanusportler, der wollte, vom Schüler bis zum Senior. Der LDKC schickte drei Großboote, mehrere Kajaks, Stand Ups und einen Ausleger ins Rennen. „Zum ersten Mal seit vielen Jahren sind wir wieder mit so einem großen Team dabei. Unser neuer Freizeitsportwart Karl Drebs hat uns da noch einmal einen richtigen Kick gegeben, wieder in dieser Mannschaftsstärke teilzunehmen“, schilderte Höfgen.

Waren darunter daher nun viele Hobby-Kanuten, wollte sich der LDKC zumindest im Mannschaftsboot auf anstehende Teilnahmen in Italien vorbereiten. Sowohl auf dem Gardasee, als auch in Venedig stehen Rennen auf dem Programm. Leider kenterte ausgerechnet dieses Boot in der Gasse am Kemnader See.

Doch ist der LDKC nicht nur in Italien am Start. Auch in Dahlhausen findet am 20. und 21. Mai eine weitere Großveranstaltung statt: Der LDKC richtet an der Ruhrmühle die 3. Landesmeisterschaften im Stand-Up-Paddling aus. Rund 65 Sportler kamen dazu bereits im vergangenen Jahr nach Dahlhausen, auch 2016 messen sich in Bochum wieder die bundesweit besten Trendsportler.

Landesverband zieht positive Bilanz

Etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer erreichte das Goldziel, die übrigen verteilten sich relativ gleichmäßig auf das Bronze- und Silberziel.


„Am Ende waren alle Teilnehmer mit dem Verlauf der Rallye zufrieden und hatten wieder einmal einen tollen gemeinsamen Kanutag genossen“, zog der Landesverband Bilanz.

 
 

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